Volleyball: Bundesliga
USC Münster: Tagestrip nach Erfurt

Münster -

Nun die Auswärtspremiere: Bei SW Erfurt bestreiten die Frauen des USC Münster ihr erstes Gastspiel der Saison. Drei Punkte stehen auf dem Wunschzettel von Trainer Teun Buijs.

Dienstag, 08.10.2019, 20:14 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 10:07 Uhr
Alle Hände zum Ball: Luisa Keller (links) und die Stuttgarterin Martina Samadan rangeln um das Spielgerät. Die Gäste gewannen die Partie am Berg Fidel mit 3:1. Foto: Jürgen Peperhowe

Anreise, Spiel, Abreise. Es ist beileibe nicht so, dass Erfurt nichts Sehenswürdiges zu bieten hätte. Doch für Nebenschauplätze hat der Volleyball-Bundesligist USC Münster in diesen Tagen keine Muße. Und kein Geld. Das erste Auswärtsspiel der Saison an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) in der Thüringer Landeshauptstadt wickeln die Unabhängigen als Tagestrip ohne Übernachtung ab. Es ist dem Sparkurs geschuldet, aber natürlich nicht professionell. Nach der Anfahrt über 350 Kilometer wird es für die Mannschaft gewiss nicht einfach sein, im Spiel rasch auf die nötige Betriebstemperatur zu kommen. Immerhin bleibt – voraussichtlich zu später Mittagsstunde – noch Zeit für eine Mahlzeit und später eine kleine Trainingsauflockerung in der Spielhalle.

Münster schaut auf die obere Tabellenhälfte, Gastgeber Erfurt strebt den Klassenerhalt an. Nüchtern betrachtet, sollte der USC mit maximaler Punkteausbeute zurückkehren. Das wird auch das Ziel sein, aber es gibt immer Unwägbarkeiten im Wettkampf. „Ich sehe in der Bundesliga keinen Gegner, gegen den wir der klare Favorit sind“, sagt Trainer Teun Buijs und fordert vollen Einsatz und volle Konzentration: „Wir müssen in jedem Spiel um jeden Punkt kämpfen. Natürlich auch in Erfurt. Es ist wichtig, dass sich darüber alle im Klaren sind.“ Der Niederländer hat nicht die angenehmsten Erinnerungen an Erfurt. Das erste Spiel in seiner Verantwortung vor zwei Jahren ging 2:3 verloren ...

Der USC hat schon die Begegnung mit Meister Stuttgart (1:3) hinter sich, für die Schwarz-Weißen beginnt die Saison erst an diesem Mittwoch. Der neue Trainer Florian Völker, der im Sommer Jonas Kronseder ablöste, versprach im Vorfeld der Premiere „Leidenschaft und Aggressivität. Wir werden versuchen, mitzuhalten.“ Münster muss sich auf Widerstand einstellen, ein Spaziergang wird das nicht. Allerdings hat Erfurt ein personelles Problem: Libera Michelle Petter, Neuzugang vom Dresdner SC, laboriert an den Folgen eines Mittelhandbruchs und ist somit nur als Zuschauerin in der Halle.

Der USC kann in voller Mannschaftsstärke auftreten; abwarten, welcher Startformation Buijs sein Vertrauen schenkt. Im Zuspiel scheint Sarah van Aalen aktuell vor Taylor Nelson zu sein, im Mittelblock schickte der Coach gegen Stuttgart zunächst Demi Korevaar und Kapitänin Barbara Wezorke ans Netz – Juliane Langgemach kam erst später zu Spielanteilen. Und auf der Diagonalen erhielt Luisa Keller den Vorzug vor Liza Kastrup. Doreen Luther und Johanna Müller-Scheffsky, zwei weitere Zugänge aus unteren Ligen, blieben ohne Einsatz. Vielleicht erhalten sie in Erfurt die Chance, sich zu zeigen.

Nach Erfurt ist übrigens vor Aachen. Schon am Samstag macht sich der USC erneut auf den Weg zur Autobahn. Am frühen Abend (18 Uhr) wird in der Kaiserstadt das Spiel gegen die Ladies in Black angepfiffen. Dann sind vorher gut 200 Bus-Kilometer aus den Beinen zu schütteln.

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