Volleyball: USC Münster
Ivana Vanjak und ihr „super Gefühl“ beim Comeback am Berg Fidel

Münster -

Schaffenspause beendet, endlich wieder am Ball: USC-Ass Ivana Vanjak strahlte am Donnerstag über das ganze Sicht. Beim Länderspiel gegen Polen stand sie nach langer Verletzungsauszeit wieder auf dem Feld.

Freitag, 16.08.2019, 14:18 Uhr aktualisiert: 18.08.2019, 13:04 Uhr
Mit Ivana Vanjak (rechts), Linda Bock (links) und Debütanten Lina Alsmeier mischten gleich drei USC-Spielerinnen beim Länderspiel am Donnerstag jeweils für kurze Zeit mit. Foto: Jürgen Peperhowe

Als das Spiel aus war, hörte Ivana Vanjak gar nicht mehr auf zu lächeln. Knapp neun Monate nach ihrer schweren Kreuzband-Verletzung, die sie sich im November 2018 während des Punktspiels des USC Münster beim Schweriner SC zugezogen hatte, atmete die Volleyballerin wieder Wettkampfluft. Durchaus überraschend, aber natürlich in Absprache mit dem USC, war sie von Bundestrainer Felix Koslowski ins Aufgebot für die EM-Testspiele gegen Polen berufen worden. Vanjak freute sich riesig darüber. „Darauf habe ich lange warten müssen. Es ist ein super Gefühl, wieder mitmachen zu können. Und dass mein Comeback auch noch in Münster stattfand, macht den Moment besonders“, sagte sie.

Vor 2500 Zuschauern in der prall gefüllten Sporthalle Berg Fidel verlor die DVV-Auswahl den Vergleich mit Polen 2:3. Koslowski setzte alle Spielerinnen ein, das Ergebnis spielte nur eine untergeordnete Rolle. Für Vanjak wird der Ausgang von verschwindend geringer Bedeutung gewesen sein. Ende des ersten Satzes stand die 24-jährige Rekonvaleszentin für einige Sequenzen auf dem Feld. „Ich glaube, ich hatte nicht einmal die Hände am Ball. Aber das ist nicht wichtig. Ich bin einfach total glücklich, wieder beim Team zu sein“, erklärte die Spielerin.

Die Europameisterschaft, die für Deutschland am kommenden Freitag in Bratislava (Slowakei) mit der Partie gegen die Schweiz beginnt, kommt für Vanjak natürlich noch zu früh. Für das olympische Qualifikationsturnier im Januar könnte die Angreiferin wieder eine Option sein. Mit guten Leistungen in der Bundesliga will sie sich empfehlen: „Ich habe keine Beschwerden und fühle mich zu 100 Prozent fit, jetzt muss ich nur noch Praxis sammeln.“

Dass Vanjak am Donnerstag nur kurz schnupperte, beruhigte USC-Coach Teun Buijs. Er sah im Einsatz seiner Spielerin ein „kleines Risiko“. Andererseits sei die Reha super verlaufen. „Ivana hat überragend an ihrer Rückkehr gearbeitet. Sie hat sich diesen Moment wirklich verdient.“

► Mit Hochdruck arbeitet der USC weiter an der letzten Baustelle im Bundesliga-Kader. Verpflichtet werden soll noch eine weitere Angreiferin. „Wir waren schon mehrmals sehr nahe an einem Abschluss“, sagt Buijs, „aber dann haben sich die Spielerinnen doch noch für einen anderen Club entschieden. Es ist auch eine Sache des Geldes.“

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