Volleyball: Bundesliga Frauen
USC chancenlos beim Playoff-Auftakt in Schwerin

Münster -

Das erste Spiel im Playoff-Viertelfinale hat für den USC Münster die befürchtete glatte Niederlage gebracht. Beim SSC Palmberg Schwerin verloren die Unabhängigen 0:3 und müssen damit am Mittwoch zu Hause gewinnen, um noch keine Sommerpause zu haben.

Sonntag, 31.03.2019, 19:40 Uhr
Linda Bock war mit elf Punkten Münsters Top-Scorerin. Die Dominanz, die Schwerin um Beta Dumancic (l.) und Zuspielerin Denise Hanke ausübte, konnte aber auch die 18-Jährige nicht stoppen. Foto: Dietmar Albrecht

Die ohnehin schon schwere Aufgabe im Playoff-Viertelfinale gegen den SSC Palmberg Schwerin ist für den USC Münster noch einmal einen Tick schwerer geworden. Um das vorzeitige Saison-Aus abzuwenden, muss die Mannschaft von Trainer Teun Buijs nach dem 0:3 (14:25, 20:25, 16:25) am Mittwoch (19.30 Uhr) am Berg Fidel gewinnen, um die Best-of-three-Serie offenzuhalten. Nach den Eindrücken von Sonntag muss Münster dafür ans Limit.

Es war allenfalls die Anfangsphase des ersten Satzes, die dem USC Mut machen darf für das schnelle Wiedersehen am Mittwoch. Nach 18 Ballwechseln stand es unentschieden, der Gast setzte sich besonders durch Linda Bock gut in Szene und war stabil im Side-Out. Es folgte ein erster kleiner Lauf des SSC (3:0) mitsamt einer strittigen Entscheidung gegen die Unabhängigen, seinen Vorsprung verdoppelte der Deutsche Meister der beiden vergangenen Jahre bis zum 17:11. Münster hatte keinen Zugriff mehr auf das Geschehen, bekam im Block gegen Mckenzie Adams, Jennifer Geerties, Kimberly Drew­niok oder Lauren Barfield die Hände nicht oder nur selten entscheidend an die Bälle. Das 14:25 war schon ziemlich eindeutig. „Am Anfang war es okay, was wir gespielt haben. Aber dann haben die Schweriner von uns keinen Druck bekommen und konnten angreifen, wie sie wollten. Da hatten wir in der Abwehr keine Chance“, erklärte Buijs.

Schwerin schaltete und waltete nach Belieben – auch im zweiten Durchgang, der eigentlich schon nach den ersten acht Punkten entschieden war. Durch die Aufschläge von Geerties geriet die USC-Annahme gehörig unter Druck. Bereits beim 0:4 nahm Buijs einen ersten Break, der bis zur technischen Auszeit (0:8) keine Wirkung entfachte. Bis zum 9:17 hielt dieser große Rückstand, ehe Münster sich berappelte. Kampfgeist und Einsatz stimmten, die Moral war trotz der Unterlegenheit ungebrochen. Die Chancen, die der leicht nachlassende SSC dem Gast nun bot, nutzte dieser zur Ergebniskorrektur. Die eingewechselte Liza Kastrup fügte sich gut ein, nach zwei Bock-Punkten stand es nur noch 20:23. Zwei Ballwechsel später aber war der zweite Abschnitt vorbei, der Champions-League-Teilnehmer ließ sich nicht überraschen.

Mehr als in den Windschatten kam der USC nicht. Nach zwei Punkten von Schwerins Leihgabe Marie Schölzel lag Münster zwar mit 2:1 vorn – es war aber die letzte Führung. Der SSC wollte keine unnötige Kraft und Energie verschwenden, zog sein Ding durch und schickte Münster nach 71 Minuten auf die Heimreise. Lauren Barfield drückte einen Kastrup-Lob auf den Boden und beendete damit das ungleiche Duell. „Wir haben bis zum letzten Punkt gekämpft und werden das auch Mittwoch tun. Aber wir müssen natürlich besser spielen“, sagte Buijs.

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