Volleyball: Frauen-Bundesliga Teun Buijs bastelt am Fahrplan des USC Münster

Münster -

Nach der Saison ist vor der Saison – dies gilt im besonderen Maße für den Trainer, der die personellen wie sportlichen Planungen vorantreibt. Beim USC Münster ist Teun Buijs die treibende Kraft, der nach dem Playoff-Aus viele Ideen für die Kaderzusammensetzung und die Vorbereitung hat.

Von Henner Henning
Wenn es um Volleyball geht, ist Teun Buijs in seinem Element. Auch nach dem Aus im Playoff-Viertelfinale arbeitet der USC-Coach akribisch weiter, getreu dem Motto „nach der Saison ist vor der Saison“ plant er die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit.
Wenn es um Volleyball geht, ist Teun Buijs in seinem Element. Auch nach dem Aus im Playoff-Viertelfinale arbeitet der USC-Coach akribisch weiter, getreu dem Motto „nach der Saison ist vor der Saison“ plant er die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Ende der Saison war kurz und schmerzhaft, kam aber nicht unerwartet. Und mit ein wenig Abstand zum Playoff-Viertelfinale, in dem der USC Münster nach zwei 0:3-Niederlagen gegen den SSC Palmberg Schwerin ausgeschieden war, fällt dann auch das Saisonfazit von Trainer Teun Buijs positiv aus.

„Ich bin zufrieden. Wir haben mit hoher Intensität hart gearbeitet und haben eine sehr gute erste Hälfte gespielt. Danach hatten wir auch mit den Verletzungen Probleme, haben aber zum Ende wieder unser Niveau erreicht“, sagt der Niederländer, der in der spielfreien Zeit die Planungen auf die Vorbereitung für die kommende Saison lenkt.

Personell ist der USC derzeit schon gut aufgestellt, neun Spielerinnen haben sich nach der Vertragsverlängerung von Ivana Vanjak an den Club gebunden. Auf 13 Kräfte soll der feste Kader noch wachsen, zwei der vier offenen Stellen sollen Juliane Langgemach und Roosa Laakkonen besetzen. Mit den beiden Mittelblockerinnen stehen Buijs und der Vizepräsident Sport, Axel Büring, in Gesprächen. „Beide haben sich in der Saison sehr gut weiterentwickelt“, lobt Buijs. Sollte es zu einer Einigung mit dem Block-Duo kommen, wäre die Mitte komplett – die angehende niederländische Nationalspielerin Juliet Lohuis ist noch bis Sommer 2019 an den Verein gebunden.

Kylmäaho verlässt den Club

Dagegen endet in diesen Tagen die Zusammenarbeit mit Katja Kylmäaho. Die Finnin war im Zuspiel die klare Nummer zwei hinter Kapitänin Mareike Hindriksen, ihre Spielzeit beschränkte sich auf wenige Ballwechsel. Kylmäaho ist bereits auf Vereinssuche, der USC hält schon Ausschau nach einer zweiten Regisseurin – immer eine nicht ganz leichte Aufgabe. „Wir haben ein paar Kandidatinnen im Auge. Mal sehen, was möglich ist“, sagt Buijs.

Bliebe noch ein freier Platz im Aufgebot. Und den will der Club für Ines Bathen freihalten. Die 27-Jährige, seit 2007 am Berg Fidel und damit Dienstälteste im Team, hat sich noch nicht entschieden, ob sie ihre Bundesliga-Karriere zugunsten der beruflichen Laufbahn beendet. „Wir möchten sie gerne weiter in unserer Mannschaft haben. Daher warten wir ab, wie sich Ines entscheidet“, erklärt Buijs.

Nicht nur personell, auch in Sachen Vorbereitung hat der 58 Jahre alte Coach schon Vorstellungen im Kopf. Nach der aktuellen 14-tägigen Volleyball-Pause bittet er wieder zum Training, das bis auf eine Ausnahme um Pfingsten herum bis Mitte Juli andauern wird. „Wir werden an Technik, Skills, Kraft und am Volleyball-Verständnis arbeiten. Aber auf relaxte Weise. Wenn das Wetter gut ist, gehen wir auch mal in den Sand“, sagt Buijs. Sogar an einem Beach-Turnier in Frankreich, wo jeweils drei Spielerinnen pro Team auf dem Feld stehen, nimmt der USC im Juli teil. „Das ist für die Teamorganisation perfekt und bringt dazu Spaß.“ Im Anschluss folgt eine Pause bis Mitte August, ehe die intensivere Vorbereitung auf die erst im November beginnende Saison eingeläutet wird.

In der wird der Trainer einige Dinge im Vergleich zum Vorjahr ändern, wie schon die Auswahl der Testspielgegner zeigt. Zwar hat Buijs konkret noch keine Termine verabredet, diesmal soll es aber anstatt gegen Teams aus seiner Heimat gegen Mannschaften aus Frankreich, Italien, Tschechien oder Polen gehen. „Wir müssen bereits früh den Widerstand erhöhen. Das bringt uns wieder neue Erfahrungswerte, von denen wir dann in der Bundesliga profitieren können“, sagt Buijs.

Der grobe Fahrplan steht bis zum 4. November, wenn der USC die neue Saison in Angriff nehmen wird.

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