Volleyball: Damen-Bundesliga Stuttgart und Schwerin rütteln an Dresdens Thron – USC bescheiden

Münster -

Der Double-Gewinner ist nicht automatisch der Top-Favorit, der Vize hat aufgerüstet, der Dritte im Bunde scheint top in Schuss. Und dann sind da noch die Teams im breiten Mittelfeld, die alle auf die direkte Playoff-Qualifikation hoffen und vom Halbfinale träumen. Die Bundesliga darf auf eine spannende Saison hoffen.

Von Henner Henning
Zurück in Dresden: Zuspielerin Mareen Apitz.
Zurück in Dresden: Zuspielerin Mareen Apitz. Foto: Witters

In den vergangenen drei Jahren führte kein Weg am Dresdner SC vorbei. Drei Mal in Serie gewannen die Sachsen die Deutsche Meisterschaft, garnierten 2016 den Hattrick gar noch mit dem Triumph im DVV-Pokal. Doch der Erfolg weckt auch Begehrlichkeiten, der DSC verlor gleich eine Reihe von Top-Spielerinnen – und muss sich daher in der anstehenden Saison auf vehemente Angriffe der Konkurrenz einstellen.

Michelle Bartsch , Lisa Izquierdo, Laura Dijkema und Kristina Mikhailenko ge­hören zu den neun Ab­ gängen, die Dresden verließen und Erfolgscoach Alexander Waibl einen massiven Umbau bescherten. Zwar lotste er Zuspielerin Mareen Apitz zurück und ein tschechisches Nationaltrio neu in die Margon-Arena, der DSC aber gilt dennoch nicht mehr als Anwärter Nummer eins. „Die Stuttgarter sind für mich der Top-Favorit, sie haben die beste Mannschaft beisammen“, sagt zum Beispiel Trainer Felix Koslowski, der mit dem Schweriner SC ebenfalls ein Wort bei der Titelvergabe mitreden will. USC-Trainer Andreas Vollmer sieht Allianz MTV Stuttgart weit vorne: „Das Team ist gut aufgestellt, Dresden halte ich dagegen für etwas schwächer als zuletzt. Nach unseren letzten Testspielen muss ich aber vor allem die Schweriner nennen, die sind wirklich bockstark.“

Hinter dem Top-Trio will Vollmer den USC einreihen. Er rechnet im Wettstreit um eine direkte Playoff-Qualifikation, die am Ende der Hauptrunde die ersten sechs schaffen, mit den üblichen Konkurrenten: SC Potsdam, Rote Raben Vilsbiburg, VC Wiesbaden und auch mit den LiB Aachen – drei aus fünf lautet die Formel.

Nach dem Start gegen Stuttgart und Dresden, die Vollmer „keine Must-win-Spiele“ nennt, kommen am Stück Prüfungen gegen die direkten Mitbewerber. Daran schließen sich bis zum 28. Dezember – bis dahin ist nur der 20. November sowie das Weihnachtswochenende frei – die Partien gegen die vermeintlichen Kellerkinder Köpenicker SC, VCO Berlin, den VfB Suhl und Aufsteiger SWE Volley-Team Erfurt an. Und gegen die muss der USC ebenso zuverlässig punkten, um sein Ziel zu erreichen.

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