Kommentar zu den „Stadtis 2018“ Das Turnier lebt weiter - SCP ein würdiger Titelträger

Münster -

Preußen Münster, wie immer angetreten mit der zweiten Mannschaft, ist würdiger Champion. Die Verteidigung des Titels deutete sich schon in der Vorrunde an. Auch von einer kleine Schwächephase zu Beginn des Finaltags ließ sich das Team nicht stoppen in einem Turnier, eines Turniers, dessen Anziehungskraft ungebrochen ist. Der zweitbeste Zuschauerwert und so viele Tore wie noch nie (465) bestätigen da.

Von Thomas Rellmann
 
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Die Baustellen, die bleiben, sind klein. Der Trend des Vorjahres bestätigte sich etwa. Die Schere zwischen stark leistungsorientierten Mannschaften und reinen Hobbytruppen geht immer weiter auseinander. Wenn C-Ligisten wie der FC Polonia oder die SG Dyckburg auf Preußen II oder den 1. FC Gievenbeck treffen, dann weiß jeder in der Halle, dass die Sensation ausbleibt. In der Vorrunde gab es diesmal keine einzige Überraschung. Danach verblüffte immerhin der SC Sprakel das Publikum, auch GW Gelmer gehörte vorher nicht zu den Favoriten.

Für die kleinen Vereine ist die Stadtmeisterschaft das absolute Jahreshighlight. Auf Begegnungen mit Hiltrup oder dem SC Münster 08 freuen sie sich trotz drohender Klatschen wie kleine Kinder. Den seit Jahrzehnten bewährten und einfachen Modus umzustellen, die Top-Teams erst später einsteigen zu lassen, sollte keine Option sein. Der nach vielen Jahren wiederbelebte Fanpreis war eine gute Idee, die sich seitens der Besucher aber noch mit wesentlich mehr Leben füllen ließe.

Die Gäste, die sich wie üblich über sinkendes Niveau beklagen, müssen kein Gehör finden. Spätestens am Endrundentag, oft aber auch schon davor, kam jeder auf seine Kosten, der wegen der Aussicht auf Leidenschaft, Spannung und Kabinettstückchen kommt. Die Veranstaltung lebt.

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