Fußball: Hallen-Stadtmeisterschaft
Sprakel wird zur Partyzone

Münster -

Der SC Sprakel hat es tatsächlich geschafft und steht in der Endrunde am Sonntag. Trainer Patrick Klute ist dabei in steter Rufbereitschaft, seine Frau erwartet ein Kind, minütlich könnte es losgehen. Klutes Spieler sorgen derweil mit ihren tollen Leistungen für einen ersten Rausch.

Freitag, 28.12.2018, 22:36 Uhr aktualisiert: 29.12.2018, 10:24 Uhr
Ein „Dorf-Club“ träumt vom Finale: der SC Sprakel steht in der Endrunde. Foto: Peter Leßmann

Die Frau hoch schwanger, das erste Kind. Im Hause Klute in Sprakel herrscht aktuell höchste Alarmbereitschaft. Beinahe täglich könnte es losgehen. „Wenn ich am Sonntag noch mal in die Halle muss, werde ich was zu hören bekommen“, sagte der werdende Vater Patrick, seines Zeichens Trainer des Sport-Clubs aus der gut 3000 Einwohner zählenden Gemeinde. Nun: in diese Lage hatte er sich mit seinen Jungs bitte schön selbst manövriert. Mit einem furiosen 4:1 gegen Vorjahresfinalist und A-Ligist Borussia Münster legte der einstige Bezirksligist nach Toren von Till Görges (2), Jannis Kock und Max Ahlert eine flotte Sohle auf das Hallenparkett. Und die Messlatte hoch. Denn: Auch gegen die Preußen-Reserve überzeugte der Underdog, kam gar durch Tormann Luca Strux, der das Leder frech aus dem eigenen Strafraum über Münsters Schnapper Lukas Schell lupfte, zum zwischenzeitlichen 1:1. Ehe sich denn doch die Cleverness den Weg bahnte bei der 1:5-Niederlage. „Jetzt haben wir unser Endspiel“, konstatierte Coach Klute im Rausch der Endorphine mit Blick auf das finale Duell gegen den Landesligisten aus Roxel. „Jetzt wollen wir das Ding auch wuppen.“ Ui, wenn das die Angetraute liest. Vielleicht hat sie es aber auch schon gehört.

Stadtis 2018 – 1. Tag der Zwischenrunde

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  • Gruppe I: DJK Borussia Münster – SC Sprakel: Torwart Sören Weßling streckt sich für Sprakel.

    Gruppe I: DJK Borussia Münster – SC Sprakel: Torwart Sören Weßling streckt sich für Sprakel.

    Foto: Peter Leßmann
  • Gruppe I: DJK Borussia Münster – SC Sprakel: Till Görges (r., Sprakel) gegen Kiran Schulze-Marmeling (l.).

    Foto: Peter Leßmann
  • Gebannte Blicke auf den Rängen.

    Foto: Peter Leßmann
  • Gruppe I: DJK Borussia Münster – SC Sprakel: Till Görges (r., Sprakel) gegen Oluts (l.).

    Foto: Peter Leßmann
  • Gruppe I: SC Gremmendorf – TSV Handorf: Julian Symalla (l., Gremmendorf) gegen Konrad Knemöller (r.).

    Foto: Peter Leßmann
  • Nils Drube und Sven Hozjak.

    Foto: Peter Leßmann
  • Gruppe I: DJK Borussia Münster – SC Sprakel: Nemanja Kovacevic (Borussia) gegen Nils Ohmen (l.) und Jannis Kock (2.v.r.).

    Foto: Peter Leßmann
  • Gruppe I: SC Gremmendorf – TSV Handorf: Marcel Leser (TSV) behauptet sich am Ball.

    Foto: Peter Leßmann
  • Sehen Sie nun weitere Impressionen vom ersten Tag der Zwischenrunde.

    Foto: Peter Leßmann
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  • Foto: Peter Leßmann
  • Foto: Peter Leßmann
  • Foto: Peter Leßmann

Denn jetzt, das ist seit Freitagabend 21.30 Uhr amtlich, muss die Gute da irgendwie durch. Am heiligen Sonntag daheim ohne ihren Liebsten versuchen durchhalten. Denn der muss los, unbedingt. Durch das 2:1 gegen den BSV zog der SC sein Ticket für die Endrunde. „Der Wahnsinn“, entfuhr es Tormann Strux. Er hatte in diesem eigentlich ungleichen Duell eine Schlüsselrolle. Fast jedes Geschoss der Roxeler entschärfte er. Teufelskerl. Der eigene Anhang und auch die zahlreichen Besucher peitschten ihn zur Höchstform. Nur beim 1:2 drei Minuten vor dem Ende durch Sven Saerbeck war er geschlagen. Zu diesem Zeitpunkt führte der B-Ligist mit 2:0. Sehenswert und rotzfrech mit der Hacke traf Nils Ohmen zum 1:0, Rene Springfeld erhöhte auf 2:0 und ließ die Halle beben. „In Sprakel sprechen sie schon von einer goldenen Generation“, ließ Lukas Eisert, mit 30 Jahren der älteste im Jungbrunnen des Sport-Clubs, in all der Euphorie verlauten. Möglich, dass der Aufsteiger schon bald wieder an das Tor zur A-Liga klopft.

Priorität hat jetzt die finale Runde. Nicht unmöglich, dass der Verein ähnlich erfolgreich wie 2005 aus dem Turnier scheidet – als Zweiter. Wenn schon, denn schon, der Sonntag ist eh verplant – auch wenn das die liebe Frau Klute sicher nur ungern hört – oder liest.

Den Gruppensieg sicherten sich die Preußen mit drei klaren Siegen. Das vorzeitige Aus ereilte den BSV Roxel und die Borussia. Beide beendeten das Schauspiel am Berg Fidel mit nur einem Zähler – enttäuschend.

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