Hallenarzt Rieger ist eine feste Größe
Am Ball kein Brasilianer, im Job ein Techniker

Münster -

Er ist die 100 Meter in 11,6 Sekunden gelaufen, liebte den Kontaktsport – und, klar, er ließ auch die Murmel laufen. „Ich war kein Brasilianer am Ball, aber kicken konnte ich einigermaßen“, gibt Professor Dr. Horst Rieger, im x-ten Jahr Turnierarzt bei den Stadtmeisterschaften, preis. Für seinen Heimatclub TuS Freckenhorst schnürte er die Fußballstiefel – und legte das Gen zumindest seinem Sohn Constantin in die Wiege, der beim 1. FC Gievenbeck aktiv ist. Roland Böckmann, einst Sportlicher Leiter beim heutigen Oberligisten, holte den 61-Jährigen vor Jahren ins Boot. Ein Glücksgriff.

Freitag, 28.12.2018, 20:14 Uhr aktualisiert: 28.12.2018, 20:49 Uhr
Die Ruhe selbst: Horst Rieger Foto: Peter Leßmann

Und die Ruhe selbst: Auf einer Art Barhocker verfolgt Rieger im Rücken von Hallensprecher Christian Wielers mit zwei Arztkoffern an seiner Seite jede Partie. Schüttelt ganz nebenbei viele Hände. Der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie und Sportmedizin am Clemenshospital kennt den einen oder anderen Protagonisten von der Platte aus dem Operationssaal. Ja, Flemmer sind verletzungsanfällig. Nicht selten unter dem Hallendach. Lars Zymner von Concordia Albachten erwischte es am zweiten Weihnachtstag. Rieger war umgehend zur Stelle, schickte ihn zur Untersuchung ins Krankenhaus. Zwei Stunden später humpelte der Stürmer zurück an den Berg Fidel. Bänderriss im Sprunggelenk. Gottlob blieb das Kreuzband verschont. Glück gehabt.

„Entscheidend ist die Erstversorgung“, weiß Rieger. In all den Jahren hat er den einen oder anderen Einsatz „fahren“ müssen – aber dramatisch war es nie. Ein Segen, auch dank seiner Arbeit. In diesem Jahr teilt er sich den Job mit Chirurg Dr. Mathias Hellwig aus Hiltrup. Da bleibt zumindest am Samstag Zeit für einen Markt-Besuch. Mit seiner Frau Barbara, mit der er seit 33 Jahren verheiratet ist. Ein ebenso fußballbegeisterter Mensch. „Sie hatte schon als Jugendliche ein Abo für den Kicker“, lacht Horst Rieger, bekennender BVB-Fan. Wie die ganze Familie. Nur Tochter Anna schlägt so ein wenig aus der Art. Sie trägt die Farben Blau und Weiß im Herzen. Und ist sogar Mitglied bei den Königsblauen. Oh weh!

Wie auch immer: Weihnachten saßen sie trotzdem an einem Tisch. Die Schwarz-Gelben Horst, Barbara, Constantin, Franziska und, ja, die Anna eben.

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