Fußball: 42. Hallen-Stadtmeisterschaft
Comeback mit viel Beifall - IKSV fliegt trotz Bundesliga-Hilfe

münster -

Raus mit Applaus – so ungefähr könnte der Auftritt des B-Ligisten IKSV Münster bei der Stadtmeisterschaft beschrieben werden. Immerhin gehörte dem Team der Moment des zweiten Turniertags.

Freitag, 28.12.2018, 07:38 Uhr aktualisiert: 28.12.2018, 12:26 Uhr
Seyhmus Akbas (r.), hier im Zweikampf mit GW Gelmers Issé Sander, führte den IKSV Münster auf das Parkett. Und flog raus. Foto: Leßmann

Etwas mehr als zwei Minuten zeigte die Uhr auf der Anzeigentafel der Halle Berg Fidel noch an, das zweite Gruppenspiel des IKSV gegen die Hallenspezialisten vom UFC Münster war im vollen Gange. Ein enges Ding war‘s, die Führung wechselte beständig hin und her. Dann aber packte Gabriel Mohagheghi die Gelegenheit beim Schopfe und zeigte aller Welt, was er so drauf hat: Kurz den Gegner am Mittelkreis ausgewackelt, einen Kontrahenten getunnelt und zum 3:2 eingelupft. Kann man machen, die Halle tobte. Dass der IKSV das Spiel noch 3:5 verlor, mit drei Niederlagen aus dem Turnier flog? Egal!

Es war somit ein Comeback zumindest halbwegs nach Maß für die Truppe von Coach Rami Awad. 2017 verzichtete das Team aufgrund von Spielermangel. „Eigentlich wollen wir jedes Jahr dabei sein“, sagte Awad.

Dass sie es können, bewiesen IKSVler bereits in der Vergangenheit. 2015 erreichten sie die Zwischenrunde, bei ihrer letzten Teilnahme 2016 hatten sie den BSV Roxel am Rande des Ausscheidens. Keine Anfänger.

BWA-Neuzugänge im Einsatz

Zumindest quantitativ muss BW Aasee etwas tun, um den Klassenerhalt in der Bezirksliga noch zu schaffen. In der Halle liefert die Mannschaft schon mal einen Vorgeschmack darauf, dass sich ihr Gesicht in diesem Winter verändert. Mit Lennart Märten, Peter Ciuray und Ersan Keser liefen drei der insgesamt sechs Neuzugänge beim Tabellenvorletzten auf. Ebenfalls wichtig ist die Rückkehr von Enno Stemmerich. Der Mittelfeldchef, der sich im zweiten Spiel eine Zeitstrafe einhandelte, war rund zwei Monate im Ausland unterwegs, nun zog er das BWA-Trikot aber wieder an. Das Aus in der Halle verhinderte auch er nicht.

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Zweimal ging Awad im Vorfeld mit seiner Mannschaft unter das Hallendach, zwei Spieler fielen noch kurzfristig aus. Mühselige Vorbereitungen, und dann diese Gruppe mit GW Gelmer, BW Aasee und dem UFC. „Eine Katastrophe!“

Doch Awad hatte hochkarätige Unterstützung in seinen Reihen: Mit Hossein Ali Shahrokhi und eben jenem eingangs erwähnten Mohagheghi befanden sich zwei bundesligaerfahrene Flemmer im Aufgebot.

Bundesliga? Ja, Bundesliga. Beachsoccoer-Bundesliga. Mohagheghi ist Coach des Beachsoccer-Bundesligisten Real Münster, Shahrokhi dort sein Spieler. Keine schlechte Kombo, schließlich schloss die Truppe die abgelaufene Spielzeit auf Rang drei ab. Wenn Zeit, wird auch beim IKSV geflemmt. Und Halle ist fast schon Entspannung. „Ist lange nicht so intensiv wie auf dem Sand“, sagt Mohagheghi. „Das macht aber schon Spaß hier.“ Wie man unschwer erkennen konnte.

► Hinter Gruppensieger GW Gelmer (sieben Punkte) kam der UFC (sechs) in die Zwischenrunde. Früh Schluss war auch für Bezirksligist BW Aasee (vier Zähler).

UFC mit buntem Kader-Mix

So ganz hatte Georg von Coelln dann doch nicht Wort gehalten. Auf dem Spielberichtsbogen des von ihm am Berg Fidel trainierten UFC Münster fanden sich  mit Simon Holling, Eike Wessels, Nationalspieler Eike Thiemann sowie Miek Solisch dann doch vier Namen, die dem Kader der Regionalliga-Mannschaft zuzuordnen sind – zumindest dem erweiterten. Ursprünglich hatte von Coelln angekündigt, mit der zweiten Mannschaft aufzulaufen. Es wurde ein bunter Mix.

Mit auf dem Parkett standen so beispielsweise Leute wie Malte Thenhausen oder Dragan Mladenovic. Für Thenhausen sein Saisondebüt nach schwerer Verletzung, Mladenovic bestritt wegen einer Rücken-OP auch erst ein Spiel. „Gerade solchen Jungs muss man dieses Highlight hier gönnen“, erklärte von Coelln das illustre Aufgebot. 

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