Fußball: 42. Hallen-Stadtmeisterschaft
Wacker bleibt ganz cool: Sieg im entscheidenden Mecklenbecker Derby

Münster -

Ein Stadtteil, zwei Fußballvereine. In Münster ist das fast die Ausnahme, zumindest wenn man Hiltrup (TuS und Centro Espanol) sowie Gievenbeck (1. FC und FC Münster 05) ausklammert. Nur im südwestlichsten Zipfel tragen zwei Clubs sogar die exakte Ortsangabe im Namen. Der 1. FC und Wacker Mecklenbeck teilen sich zudem eine Spielstätte, die Egelshove.

Freitag, 28.12.2018, 07:36 Uhr aktualisiert: 28.12.2018, 14:45 Uhr
Chance vertan für den FC Mecklenbeck gegen den Nachbarn: Evgenii Chernykh (Nr. 5) scheitert in dieser Szene an Wacker-Keeper Nils Berding und Kim Hertling. Foto: Heimspiel / Christian Lehmann

In der Halle rangen am Donnerstag beide um einen freien Platz in der Zwischenrunde, der Favorit setzte sich letztlich im Ortsderby mit 3:0 durch. Die brisante Konstellation im Vorfeld: Wacker brauchte unbedingt einen Sieg, der FCM hatte sich durch das 4:1 gegen den FC Münster 05, den die Lila-Weißen nur 1:0 besiegt hatten, um ein Tor vorbeigeschoben in der Blitztabelle. „Wir haben es in diesem Spiel gut gemacht, hatten eine ganz junge Truppe“, sagte Trainer Costa Fetsch nach dem Weiterkommen.

In der Liga hatte der FCM den eigentlich größeren Nachbarn vor einigen Jahren mal überholt, inzwischen sind die Verhältnisse aber wieder geradegerückt aus Sicht des A-Ligisten, der in Punktspielen lange keinen Kontakt mehr mit dem Rivalen hatte. Wacker ließ sich diesmal nicht beirren, Kai Fliß nutzte die Überzahl nach einer Zeitstrafe gegen Keeper Tayyip Demir (Foul an Martin Bimzok) zur Führung. Martin Kleinberns und Jan Hoffmann machten den Sack schnell zu. Kapitän Demir, selbst zehn Jahre lang bei Wacker, war trotzdem stolz: „Für mich war es ein sehr emotionales Spiel. Es war ja auch viel Spannung und Feuer drin. Aber wir kennen uns untereinander, verstehen uns. Auch wenn ich froh bin, wo ich jetzt bin.“ Der Torwart hatte auch seinen Gegenüber als Schlüssel ausgemacht: „Der Nils Berding macht in der Halle mit seinen zwei Metern die Tür eben zu. Wir haben schnell gespielt, probiert Überzahl zu schaffen, aber Wacker hat gut umgeschaltet, unsere Fehler genutzt.“

Im Windschatten dieses Duells zog Westfalia Kinderhaus locker, aber auch nicht immer glänzend in die Zwischenrunde ein. In den vergangenen Jahren tauchte das stets mit technisch beschlagenen Jungs bestückte Team immer auf der Liste der Mitfavoriten auf, doch für große Würfe reichte es nie. Dreimal Platz drei war das Maximum, zuletzt war sogar in der Zwischenrunde Schluss. Anders als viele seiner Kollegen lässt sich Trainer Marcel Pielage die Halle nicht nehmen. „Ich habe hier oft mitgewirkt, würde am liebsten selber spielen und bin immer noch positiv aufgeregt“, sagt der 36-Jährige. Beim LEG-Cup in Nienberge hinterließ der Landesliga-Zweite einen guten Eindruck. Am Donnerstag verlief der Einstand eher schleppend gegen den FCM (1:0) und Wacker (3:2). „Richtig gezündet haben wir noch nicht“, sagte Pielage. „Aber viele haben das Turnier auch noch nicht mitgemacht. Die müssen erst mal reinkommen, etwas schnuppern. Aber wir nehmen die Spiele deutlich ernster als letztes Jahr.“ Von den Kinderhausern ist definitiv noch eine ganze Menge zu erwarten. Das deutete sich spätestens mit dem 6:0 gegen die Nullfünfer im letzten Gruppenspiel an.

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