Fußball: Hallensaison
Everswinkel, Nienberge, Berg Fidel – der Budenzauber ist eröffnet

Münster -

Am Wochenende sind die Spiele reihenweise abgesagt worden, höchste Zeit für den Umzug in die Halle: Ab sofort ist Fußball wieder gut überdacht. Den Auftakt macht der Ausber-Cup in Everswinkel, dann geht es nach Nienberge und zum krönenden Abschluss an den Berg Fidel.

Dienstag, 18.12.2018, 15:06 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 19:52 Uhr
Mit Haken und Ösen: Aljoscha Groß vom BSV Roxel (links) im Zweikampf mit Julian Austermann vom TSV Handorf. Foto: Heimspiel/Christian Lehmann

Am Wochenende waren noch die letzten Freiluftpartien angesetzt (und fielen sonntags allesamt aus), im direkten Anschluss geht es für die Amateurfußballer bereits in die Halle, wo das eng getaktete Programm keinerlei Atempause lässt. Innerhalb von zwölf Tagen gehen rund um Weihnachten die drei wichtigsten Turniere über die Bühne. Der Tenor ist ja bekannt. Offiziell hat die Meisterschaft immer Vorrang, unter dem Dach soll es vor allem Spaß machen. Doch spätestens, wenn der (nicht mehr ganz neue) Futsalball rollt, packt die meisten Kicker der Ehrgeiz. Volle Tribünen, enge Spiele, traditionelle Rivalitäten und die Freude am Kombinationsspiel tun ihr Übriges.

Los geht’s an diesem Mittwoch in Everswinkel, wo RW Alverskirchen an drei Tagen den Ausber-Cup ausrichtet. Die Vorrundentage beginnen um 18.30 Uhr, die Finalrunde am Freitag dann um 18 Uhr. Aus Münster mischen diesmal sechs Mannschaften mit, der 1. FC Gievenbeck verzichtet. „Das würde zu viel“, erklärt Benjamin Heeke, dem auch die längeren Wartezeiten nicht schmecken. Titelverteidiger ist einmal mehr Preußen Münster II, dessen Coach Sören Weinfurtner sich aber aus dem Geschehen heraushält und Co-Trainer Daniel Feldkamp das Kommando überlässt. „Es ist mit dem Verein abgestimmt, das musste nach all den Jahren jetzt mal sein. Ich werde alles aus der Ferne verfolgen“, so der 39-Jährige, der am 26. Dezember seinen runden Geburtstag feiert.

Drei Fragen an Yannick Bauer

Im Vorjahr Vize der Stadtmeisterschaft, danach draußen ein gesamtes Kalenderjahr ungeschlagen – A-Liga-Spitzenreiter Borussia Münster und Trainer Yannick Bauer wird diesmal niemand in der Halle unterschätzen.Dürfen wir Borussia zu den Favoriten bei allen drei Turnieren zählen?Bauer: Uns haben wahrscheinlich ein paar mehr auf dem Zettel, aber das wäre zu viel. Die Mannschaft ist nicht dieselbe wie 2017, diesmal zählt nur die Meisterschaft. Daher sind wir etwas vorsichtiger, auch wenn wir wissen, dass uns die Halle letztes Jahr viel Auftrieb gegeben hat. Das haben wir gerne mitgenommen.Aber Ziele haben Sie schon formuliert, oder?Bauer: Die Zwischenrunde bei den Stadtis sollten wir schaffen, alles andere ist Bonus. Wenn’s vorbei ist, dann ist es eben vorbei. Schön ist ja, dass man sich nicht blamieren kann.Wie regeln Sie organisatorisch die Teilnahme am Ausber- und LEG-Cup?Bauer: Das passte zufällig ganz gut. Die, die beim ersten Turnier nicht können, können beim zweiten. Und von denen, die beide spielen, sind einige dann am Berg Fidel nicht dabei.

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Am zweiten Tag greift Mitfavorit TuS Hiltrup ein. Trainer Carsten Winkler steigt auch in diesem Winter aufs Snowboard und überlässt seinem Assistenten Norbert Bothen das Zepter. „Leider fehlen uns ein paar Hallenkünstler wie Martin Lambert, Manuel Beyer oder Eric Rottstegge“, sagt der Coach. „Trotzdem wollen wir immer die beste Mannschaft aufbieten. Im Rahmen der Möglichkeiten nehmen wir die Sache ernst.“ Auch David Lauretta, Guglielmo Maddente oder Jannik Bohnen kommen aufgrund ihrer Verletzungshistorie eher nicht für einen Einsatz infrage. Der Modus in Everswinkel ist altbekannt. Die beiden Ersten jeder Viererrunde gelangen in die Endrunde. Es folgen Halbfinale und Finale.

Voluminöser als bisher kommt der LEG-Cup in Nienberge daher. 20 Mannschaften, 14 aus Münster, gehen ab Freitag (18 Uhr) ins Rennen. Der FCG eröffnet als Vorjahressieger, am Samstag (ab 15 Uhr) geht unter anderem der SC Münster 08 aufs Parkett. Frederic Böhmer und Dennis Hamsen coachen für den verhinderten Mirsad Celebic. Der sagt aber: „Aus Nullacht-Sicht ist es Tradition, dass wir alle drei Turniere spielen. Das wollen wir nicht brechen, auch wenn einige gute Leute fehlen.“ Er denkt an Christoph Hunnewinkel, Nils Johannknecht, Frederik Schulte, Leon Schwarzer, Jonas Grütering oder Eldin Celebic.

An der Feldstiege kommen die ersten drei jeder Gruppe weiter und werden am Sonntag (Start um 13 Uhr) in drei Zwischenrundengruppen mit je vier Teams aufgeteilt. Es folgen ein Viertelfinale, für das sich auch die beiden besten Dritten qualifizieren, die Halbfinals und das Endspiel um 18.50 Uhr.

Ob Gievenbeck dann wieder auf den Thron steigt? Heeke ist zurückhaltend: „Gewinnen wollen wir immer, aber nachdem wir im letzten Jahr bei den Stadtis in der Zwischenrunde gescheitert sind, sollten wir vielleicht mal kleinere Brötchen backen.“ Theo Töller, Jannik Balz, Janes Niehoff, Tom Gerbig oder Julian Canisius kommen mit ihren Vorgeschichten nicht infrage. Die Haudegen Nico Eschhaus und Nils Heubrock haben aber schon eine Liste für einen guten Hallenkader erstellt. „Solange wir draußen aktiv sind, stören mich Gedanken an die Halle nur“, sagt Heeke. Was jeder weiß, lässt er unausgesprochen: Danach steigen Anspannung und Vorfreude aber plötzlich rapide an.

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