Hallenfußball: Stadtmeisterschaften Der SC Münster 08 bricht plötzlich ein

Münster -

Mit einem souveränen Titelverteidiger und einem grandiosen Außenseiter starteten die diesjährigen Stadtmeisterschaften in ihre finalen Gruppen – und ohne den SC Münster 08 und den SC Nienberge ging es in die Entscheidungsspiele: Favorit und Geheimfavorit verabschiedeten sich vergleichsweise unspektakulär.

Von Thomas Rellmann
Moritz Ostrop  hat das Nachsehen: Der 08-Keeper wurde von seinen Vorderleuten gestern unerwartet oft im Stich gelassen. Nach der Zwischenrunde war für den Titelverteidiger Schluss.
Moritz Ostrop  hat das Nachsehen: Der 08-Keeper wurde von seinen Vorderleuten gestern unerwartet oft im Stich gelassen. Nach der Zwischenrunde war für den Titelverteidiger Schluss. Foto: Peter Leßmann

Es war klar, dass es im Vorfeld mindestens einen aus der Favoritenriege, bestehend aus Westfalen- und Landesligisten, in der Endrundengruppe I erwischen würde. Aber den Titelverteidiger? Nein, daran hätte keiner in der Halle geglaubt.

Zu souverän war der SC Münster 08 in seinen ersten sechs Partien am Berg Fidel aufgetreten. Doch im Finale um den zweiten Platz gab es eine 0:3-Schlappe gegen den BSV Roxel. Ein Remis hätte für das Halbfinale gereicht. Philipp Daldrup aber brachte die Kleeblätter, bis dahin mit nur einem Punkt, in Front und lief seinem Kegelclub (mit dem dreimaligen Top-Torschützen Oliver Logermann) beim Torjubel in die Arme. Aljoscha Groß und Manuel Beyer erhöhten, der Vorjahressieger war krachend gescheitert. „Viele haben uns zum Favoriten gemacht, vielleicht war das ein Problem“, so Keeper Moritz Ostrop. „Es lief den ganzen Tag nichts zusammen.“

Handorf zufrieden mit dem Erreichten

Weil die bis zur Endrunde zwar nie gefährdeten, aber auch keinesfalls glänzenden Preußen zunächst Roxel mit 1:0 durch ein Traumtor von Leon Tia besiegten und dann Nullacht die erste und dann noch extrem heftige Niederlage (5:1) beibrachten, waren sie aus dem Schneider. Es folgte noch ein 4:2 über den TSV Handorf. Der A-Ligist blieb sieglos, verkaufte sich jedoch beim 1:2 gegen Nullacht und beim 1:1 gegen Roxel mehr als teuer. „Wir wollten drei enge Spiel, die hatten wir“, so Coach Nicolas Hendricks, der am Ende volles Risiko ausrief. „Wir waren am Finaltag dabei. Das war allein schon ein Highlight.“

Nienberge und Marathon scheiden aus

In der Gruppe zwei war der Drops schon früh gelutscht: Der 1. FC Gievenbeck nahm nach dem allerdings hart umkämpften 2:0-Erfolg gegen den SC Nienberge und dem 6:1 gegen den B-Liga-Fünften GW Marathon früh Kurs aufs Halbfinale. Und weil Wacker nach dem 2:2 gegen Marathon mit 1:0 nach einem Tor von Thomas Kroker gegen den SC Nienberge gewann, hatten auch die Mecklenbecker vor dem letzten Spiel gegen Gievenbeck (2:4) allen Grund, aufs Halbfinale zu hoffen. Daraus wurde schließlich schon im Spiel zwischen Nienberge und Marathon Gewissheit. Der SCN setzte sich mit 5:3 durch, Wacker war Zweiter hinter dem FCG.

Marathons Spielertrainer McDanny Anthony Francis, einst selbst schon zwei Mal „Spieler des Turniers“ für Gievenbeck und Roxel, nahm das Ausscheiden mit Gelassenheit: „Ganz ehrlich: ich war schon mit dem Einzug in die Zwischenrunde zufrieden. Die Endrunde war ein tolles Erlebnis.“

Noch mehr Stadtis bei den Kollegen vom Heimspiel .

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