Leichtathletik-Weltverband
IAAF bestätigt Doping-Bann der Russen

Monte Carlo (dpa) - Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat eine Verlängerung des Ausschlusses des russischen Verbandes bestätigt.

Sonntag, 09.06.2019, 15:20 Uhr aktualisiert: 10.06.2019, 12:26 Uhr
Der Leichtathletik-Weltverband IAAF bleibt in Sachen Russland hart. Foto: Diego Azubel

Damit steht die Teilnahme Russlands an der Leichtathletik-WM in Doha vom 27. September bis 6. Oktober weiter infrage. Der Verband RUSAF ist nach der Aufdeckung des Skandals um staatlich gelenktes Doping seit dem 13. November 2015 für internationale Wettkämpfe gesperrt.

Die vom Weltverband eingesetzte Task Force zeigte sich bei Sitzung des IAAF-Councils in Monte Carlo besorgt darüber, dass gesperrte Trainer angeblich immer noch mit Athleten zusammenarbeiten. Die Task Force will nun eine Untersuchung abwarten, ob russische Funktionäre gefälschte medizinische Dokumente geliefert haben, um einem gedopten Athleten zu helfen, seine fällige Sperre zu umgehen.

Die «Sunday Times» hatte über den Fall des Hochspringers Danil Lyssenko, WM-Zweiter von 2017, berichtet. Er verlor für die EM in Berlin 2018 kurzfristig sein Startrecht, weil er die Dopingtester nicht über seine täglichen Aufenthaltsorte für mögliche Tests in der Trainingsphase informiert habe.

Die Task Force berichtete, dass Russland inzwischen alle bisher in Rechnung gestellten Zahlungen in Höhe von 3,2 Millionen US-Dollar geleistet habe, um die Kosten für die Überwachung der Einhaltung der Anti-Doping-Vorschriften zu decken. Es sei jedoch «frustrierend» dass es neue Zweifel gebe, ob andere IAAF-Forderungen von den Russen erfüllt würden.

Die Aussperrung soll nun bis mindestens zur nächsten Council-Tagung vor der WM in Doha aufrecht erhalten bleiben. Dort werde die Task Force erneut berichterstatten. Trotz der Sperre des Verbandes können ausgewählte russische Sportler nach individueller Prüfung durch die IAAF bei den Titelkämpfen unter neutraler Flagge starten.

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