Katar
FIFA bestätigt Verstöße gegen Arbeitsrecht auf WM-Baustelle

Zürich (dpa) - Der Fußball-Weltverband FIFA hat Arbeitsrechtsverstöße auf einer Stadion-Baustelle für die WM 2022 in Katar eingestanden. Das berichtet der WDR in seinem Magazin «Sport inside».

Mittwoch, 05.06.2019, 15:01 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 15:04 Uhr
Die FIFA hat Arbeitsrechtsverstöße auf einer Stadion-Baustelle für die WM 2022 in Katar eingestanden. Foto: Ennio Leanza

«Uns ist bekannt, dass bezogen auf die Firma TAWASOL - einem Subunternehmer beim Bau des Al Bayt Stadions - Verstöße gegen die Standards für die Arbeiter festgestellt worden sind», wird die FIFA-Medienabteilung zitiert. Konkret geht es um nichtausbezahlte Gehälter. Vorwürfe zu unwürdigen Arbeitsbedingungen und sogar Todesfällen wurden nicht kommentiert.

Das für die WM-Ausrichtung in Katar zuständige Supreme Committee for Delivery and Legacy (SC) bestätigte, dass 23 Arbeitern von TAWASOL ausstehende Löhne inzwischen ausgezahlt wurden. Sie würden weiterhin auf der Baustelle arbeiten. Dem Unternehmen sei der Auftrag zwar nicht entzogen worden, allerdings sei es von weiteren Ausschreibungen ausgeschlossen, bis alle Regeln eingehalten würden.

Seit Jahren kritisieren Gewerkschaften und Menschenrechtsgruppen Verstöße gegen Arbeitsbedingungen vornehmlich von Gastarbeitern im WM-Gastgeberland. Bislang hatte die FIFA betont, dass sich die Vorwürfe nicht auf angebliche Vergehen auf Stadionbaustellen, sondern andere Infrastrukturprojekte bezögen, auf die sie keinen Einfluss hätte.

WM-Cheforganisator Hassan al-Thawadi hatte am Montag nach der Sitzung des FIFA-Councils in Paris versichert, dass man alle möglichen Anstrengungen unternehmen werde, um die international üblichen Standards im Arbeitsrecht zu garantieren.

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