Handball
DHB-Chef: «Blöd, wenn so eine Nachricht dazwischen kommt»

Die Insolvenz des einstigen Champions-League-Siegers HSV Hamburg strahlt bis zur Handball-EM in Polen aus. Für den DHB-Präsidenten Andreas Michelmann ist es eine schlechte Nachricht zum falschen Zeitpunkt.

Sonntag, 17.01.2016, 08:57 Uhr aktualisiert: 17.01.2016, 09:00 Uhr
Für Andreas Michelmann ist die Insolvenz des HSV Hamburg eine schlechte Nachricht zur falschen Zeit. Foto: Sebastian Willnow

Breslau (dpa) - Fragen an Andreas Michelmann, den Präsidenten des Deutschen Handballbundes (DHB):

Wie beurteilen Sie den Insolvenzfall des HSV Hamburg?

Andreas Michelmann:«Das ist im doppelten Sinne bitter. Einmal für den HSV und natürlich für den deutschen Handball. Im engeren Sinne ist das natürlich eine Angelegenheit der Handball-Bundesliga.»

Wirft das ein schlechtes Licht auf die Bundesliga und den gesamten deutschen Handball?

Michelmann:«Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, ist es eine Sache, die immer mal wieder vorkommen kann. Es ist natürlich wie immer zur verkehrten Zeit.»

Meinen Sie, dass die Angelegenheit die EM überschattet?

Michelmann:«Wir sind froh, dass wir jetzt bei der EM sind - auch ohne Wildcard, sondern richtig real qualifiziert - und freuen uns auf die Spiele. Es ist natürlich immer blöd, wenn so eine Nachricht dazwischen kommt.»

Was erwarten Sie von der deutschen Mannschaft bei dieser EM?

Michelmann:«Ich erwarte, dass die junge Mannschaft, die ja mit ausreichend Verletzungen zu kämpfen hat, sich so zerreißt, wie es der Trainer mit seinen ständigen Ideen auch vormacht.»

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