Fußball: 3. Liga
Ex-Preußen Rühle und Grimaldi rechtzeitig fit für Gastspiel mit Uerdingen

Münster -

Einst bildeten Torjäger Adriano Grimaldi und Vorbereiter Tobias Rühle den Preußen-Angriff, jetzt stürmen sie für den KFC Uerdingen. Am Samstag kommt es zum Wiedersehen. Gerade für Rühle, der gerade erst den SCP verlassen hat und weiter in Münster wohnt, ein spezielles Spiel. Rechtzeitig fit ist er.

Dienstag, 20.08.2019, 14:58 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 17:08 Uhr
Verletzt im Pokal, jetzt aber wieder fit: Tobias Rühle. Im Hintergrund Adriano Grimaldi  Foto: imago-images

In insgesamt 55 Partien liefen Adriano Grimaldi und Tobias Rühle zwischen 2016 und 2018 gemeinsam im Preußen-Sturm auf. Phasenweise harmonierten beide gut. Die Münster-Zeiten aber liegen hinter dem Duo. Zumindest die, in denen sie das Adler-Trikot trugen. Samstag (14 Uhr) kommt es zum Wiedersehen. Ihr neuer Club, der KFC Uerdingen, ist zu Gast. Für beide läuft es aktuell nicht optimal. Das liegt weniger am mäßigen Saisoneinstieg ihres neuen Clubs, sondern an diversen Verletzungen.

Dass die Angreifer von Anfang auflaufen können, ist allerdings unwahrscheinlich. Grimaldi, der den SCP 2018 verließ und nach einem halben Jahr bei 1860 München zum KFC fand, hofft auf das Ende seiner Seuche. Erst war er am Sprunggelenk verletzt, dann ereilte ihn ein Syndesmosebandriss, zuletzt hatte er muskuläre Probleme. Vor einer Woche aber feierte er sein Comeback beim 0:3 gegen Ingolstadt, hatte ein paar vielversprechende Aktionen und gilt als Hoffnungsträger. „Gott sei Dank ist er zurück“, sagt Rühle. „Kurzeinsätze machen mich in meiner Fitness stärker. Aber nach Sprints brauchte ich oft eine Pause“, betonte Grimaldi nach der Niederlage gegen die Schanzer.

Bei Rühle lagen die Dinge etwas anders. Er erkämpfte sich, nachdem er Münster in diesem Sommer verlassen hatte, direkt einen Stammplatz, verlor diesen aber bald wieder. Anfang August legte er in Großaspach den späten Ausgleich zum 2:2 auf, im Pokal beim Bezirksligisten SV Budberg (7:1) glückten ihm in der Anfangsviertelstunde zwei Treffer, ehe er mit einer Stauchung des Sprunggelenks vom Platz musste und auch das jüngste Liga-Heimspiel verpasste. „Ich habe am Anfang ein Knacken gehört und das Schlimmste befürchtet“, so der 28-Jährige. An alter Wirkungsstätte könnte er aber schon wieder eine Alternative sein. „Ich trainiere die Woche mit. Mal sehen, ob es für den Kader reicht. Es ist natürlich mein Ziel.“

Der Begegnung mit seinen Kumpels Philipp Hoffmann und Ole Kittner fiebert Rühle besonders entgegen. Aber auch dem Spiel allgemein. „Ich freue mich richtig drauf, es waren drei schöne Jahre.“ Die Stadt gefiel dem gebürtigen Schwaben so gut, dass er hier weiter wohnt. In Krefeld hat er eine kleine Wohnung, in der er bleibt, wenn die Fahrten zu viel würden. „Meine Frau hatte sich in Münster gut eingelebt und arbeitet nach wie vor hier.“

Grimaldi (74 Liga-Partien/ 30 Tore/13 Vorlagen) und Rühle (104/4/16) erleben beim hoch ambitionierten KFC gerade keine ganz leichte Phase. Fünf Partien, fünf Punkte, zuletzt in vier Punktspielen sieglos – etwas mehr hatte sich der Club schon erhofft. „Druck hat man überall, und Unruhe spüre ich auch noch nicht“, sagt Rühle. Er wirkt, als trauere er der Station Preußen nicht explizit nach. „Am Anfang war ich etwas traurig, dass es nicht weiter geht. Aber noch mal etwas Neues ist doch jetzt auch schön.“

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