Fußball: 3. Liga
Besuch im Mannschaftshotel ist für den Ex-Preußen Schwarz Pflichttermin

Münster -

Benjamin Schwarz wird am Freitag natürlich an der Grünwalder Straße aufkreuzen. Sein Ex-Club Preußen Münster ist dann zu Gast beim TSV München 1860. Bei den Löwen liegt die sportliche Heimat des 33-Jährigen, dort kreuzt er nun vermehrt auch wieder auf.

Dienstag, 16.07.2019, 14:26 Uhr aktualisiert: 17.07.2019, 10:12 Uhr
Ganz abgeschlossen hat Benjamin Schwarz mit der aktiven Karriere noch nicht – derzeit aber stellt er sich neu auf. Foto: Jürgen Peperhowe

1860 München gegen Preußen Münster – bei dieser Auftakt-Paarung in der 3. Liga drängt sich Benjamin Schwarz als Experte geradezu auf. Würde er natürlich nie aktiv tun, doch um eine Einschätzung vor der Ouvertüre am Freitag (19 Uhr) kommt der 33-Jährige nicht herum. Bis vor wenigen Wochen stand er im SCP-Kader, nun ist er zurück in der Heimat und lässt sich natürlich ab und an auch bei seinem Ex-Club dort ­blicken. Auf dem Clubgelände in Giesing haben sie ihn nicht vergessen.

Ob er noch mal selbst gegen den Ball tritt? Nicht ausgeschlossen, doch da die Probleme mit Knie und Sprunggelenk in den vergangenen Jahren Überhand nahmen, gibt es aktuell keinen genauen Plan. „Die Chance besteht, derzeit bin ich aber krankgeschrieben“, sagt Schwarz. Als Coach würde er auf Sicht gerne mal arbeiten, die ersten Kontakte sind vor Ort geknüpft. „Wohin die Reise geht, kann man im Fußballgeschäft jedoch nie sagen.“ Gern würde der Allrounder nach 13 Jahren als Profi im Sport bleiben. „Es wäre schön, es ist mein Wunsch. Aber ich habe auch noch Alternativen.“

Selbstredend wird er am Freitag an der Grünwalder Straße sein. Ob Schwarz auch in den Kabinentrakt vordringen darf, ob ihm Zutritt gewährt wird, weiß er gar nicht. Ein Besuch im Teamhotel der Preußen am Donnerstagabend ist aber fest eingeplant. „Mit dem einen oder anderen habe ich in den letzten Wochen gesprochen. Sie sagen, dass es unter Coach Sven Hübscher sehr strukturiert zugeht. Alle reden positiv und sind zufrieden.“ Die Test-Ergebnisse hat der Ur-Bayer gesehen, die der Löwen sowieso. Eine Prognose lässt er sich dennoch nicht entlocken. „Es kann gut sein, dass beide wieder im Mittelfeld landen. Aber wenn man einen Lauf bekommt, wenn es im Team stimmt, kann es auch weiter nach oben gehen. Andererseits haben viele Vereine stark aufgerüstet.“

Für den SCP galt das nicht unbedingt, den Umbruch kann Schwarz aber verstehen. „Der Fokus wurde vielleicht eher aufs Spielerische gelegt, ein neuer Trainer hat eigene Vorstellungen. Auch wenn ich mich schon gewundert habe, dass einige Kollegen kein Angebot mehr erhalten haben.“ Sich selbst meint er weniger, eher San­drino Braun. „Aber auch da kann es sein, dass sich der Verein schon für einen an­deren Typ entschieden hatte. Die älteren Verträge haben auch eine Rolle gespielt.“

Keine Frage, der Linksfuß und die Preußen sind nach 56 Drittliga-Partien (ein Tor) in vier Spielzeiten im Guten auseinandergegangen. „Es war auf jeden Fall im Herbst meiner Laufbahn der richtige Schritt, noch mal München zu verlassen. Ich hatte schöne Jahre, auch wenn die Verletzungen am Ende etwas zäh waren. Viele Freunde habe ich auch gefunden.“ Und in dieser Woche kommt es schon zum ersten Wiedersehen mit zahlreichen ehemaligen Wegbegleitern.

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