Fußball: 3. Liga
1:3-Niederlage der Preußen – doch Trainer Hübscher bleibt gelassen

Billerbeck -

Fußball-Drittligist Preußen Münster hat seine Testspielserie in der Saison-Vorbereitung mit einer 1:3 (0:0)-Niederlage in Billerbeck gegen Heracles Almelo abgeschlossen. Wenn am Freitag der Saisonstart beim TSV 1860 München ansteht, ist Trainer Sven Hübscher dennoch nicht bange.

Sonntag, 14.07.2019, 17:20 Uhr aktualisiert: 14.07.2019, 17:40 Uhr
Hatte einen schweren Stand: Seref Özcan (Mitte). Trainer Sven Hübscher, hier mit Simon Scherder, hat noch Arbeit. Foto: Jürgen Peperhowe

Sven Hübscher wirkte fast schon tiefenentspannt, als er nach der 1:3 (0:0)-Niederlage gegen Heracles Almelo seine Sicht der Dinge erläuterte. Schwarzsehen war dem Trainer von Fußball-Drittligist Preußen Münster in diesem Moment fremd, ganz fremd. Er versuchte die Generalprobe, die er gar nicht als diese einstufen wollte, zu relativieren. Nur keine Panik, nur keine voreiligen Schlüsse, denn: „Die erste Halbzeit war okay. Nach der Pause fehlte uns der Mut.“ Problemberge der unlösbaren Art bauten sich vor ihm an den Hängen der Baumberge nicht auf. Und: „Ich spüre die Erwartungshaltung, dass wir einen niederländischen Erstligisten an die Wand spielen müssen.“ Das wäre falsch, sagt er.

Im siebten und letzten Testspiel, sechs Tage vor dem Saisonstart beim TSV 1860 München, war das eine Begegnung, in der der SCP zum einen auf hohem Niveau gefordert wurde, und zum anderen der SCP mit Sicherheit noch nicht im Intensitätsmodus einer Punktpartie angelangt war. Hübscher, der Antwerpen-Nachfolger, stellte klar, dass er auch hier etwas ausprobiert hat. Anders war seine finale Aussage auch nicht zu bewerten: „Die elf Spieler von Billerbeck werden mit Sicherheit nicht die elf Starter von München sein.“

Sechs Neue in Startelf

Im letzten Test standen sechs Zugänge in der Startelf, vor allem Nico Brandenburger im zentralen Mittelfeld schien nach überstandener Verletzung Spielpraxis zu benötigen. Er bekam richtig Druck durch die Heracles-Offensive. Dass es zur Pause 0:0 stand, hing mit einem gut aufgelegten Torwart Max Schulze Niehues zusammen.

Testspiel: Preußen Münster - Heracles Almelo

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  • Dadashov gegen Mats Knoester

    Dadashov gegen Mats Knoester

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Seref Özcan gegen Kistoffer Peterson und Lennart Czyborra

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SCP-Trainer Sven Hübscher

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Malte Metzelder

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Dadashov

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  • Sven Hübscher

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Malte Metzelder

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  • Schauerte und Schnellbacher

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sven Hübscher

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  • Max Schulze Niehues

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  • Sven Hübscher und Scherder

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  • Dadashov gegen Mats Knoester

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Sven Hübscher

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  • Heinz Mörschel

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  • Testspiel: Preußen Münster - Heracles Almelo Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schauerte und Brandenburger

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  • Dadashov

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  • Brandenburger gegen Alexander Merkel

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  • Heidemann gegen Orestis Kiomourtzoglu

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Julian Schauerte ist neuer Mannschaftskapitän

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Frank Wormuth

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Dadashov gegen Orestis Kiomourtzoglu

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Dadashov gegen Orestis Kiomourtzoglu

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Julian Schauerte

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Dadashov gegen Orestis Kiomourtzoglu

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Julian Schauerte

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Julian Schauerte

    Foto: Jürgen Peperhowe

Größtes Manko des Tages war aber der Abschluss, der SCP hatte nur wenige Chancen durch Luca Schnellbacher (5.), Lucas Cueto (89.) und einen Pfostentreffer von Naod Mekonnen (90.). Almelo machte das deutlich besser, schaltete bei den Angriffen griffiger um und war auch vor dem Tor zielstrebiger. Nach der Pause trafen Niels Leemhuis, Dabney dos Santos und Joey Konings, während Rufat Dadashov ein Elfmeterpräsent in der 55. Minute sicher verwandelte.

Vier Fragen an Ole Kittner

Drei Gegentore im letzten Testspiel vor dem Saisonstart – Abwehrchef Ole Kittner wollte das nicht dramatisieren.

Wie fällt das Fazit nach dem 1:3 aus?

Ole Kittner: Teils, teils. Ein, zwei Passagen waren gut, mit guten Ideen von uns. Einige Ballverluste dürfen wir uns andererseits nicht erlauben. Almelos Kombinationen haben wir gut kontrolliert, bei tiefen Bällen hatten wir dagegen Probleme.

Was macht Mut?

Kittner: (lacht) Die Schiri hat gesagt, wir wären besser als Viktoria Köln am Abend zuvor gewesen.

Machen Sie sich Sorgen vor dem Saisonstart?

Kittner: Nein.

Was wird in München anders sein?

Kittner: In München wird es vor allem um Mentalität gehen, um noch mehr Konzentration, das wird entscheiden.

...

Findungsphase läuft weiter

Also, es bleibt noch etwas zu tun, die Hierarchie im Team um den neuen Kapitän Julian Schauerte muss sich noch finden, die Abstimmung kann noch nicht hundertprozentig sein. Dabei gab es Lob nicht nur vom Gegner, sondern auch vom Unparteiischen. „Ich fand Münster körperlich besser und kompakter in der Spielanlage als Viktoria Köln. Da könnte der SCP schon einen Schritt weiter sein“, unkte Almelos deutscher Trainer Frank Wormuth. Am Freitag hatte Heracles an gleicher Stelle Drittliga-Aufsteiger Köln mit 3:0 bezwungen.

Und wem das nicht genug war, der durfte auch noch dem Schiedsrichter Unger glauben, der Ole Kittner nach Spielschluss flüsterte, dass Köln tatsächlich schwächer gewesen wäre als der SCP. Na, immerhin, oder?

Mannschaftsaufstellung:

SCP: Schulze Niehues - Schauerte (77. Tezel), Kittner, Scherder (70. Erdogan), Heidemann - Wagner (77. Mekonnen), Brandenburger (46. Rodrigues Pires) - Schnellbacher (60. Hoffmann), Mörschel, Özcan (60. Cueto) - Dadashov.

Tore: 0:1 Leemhuis (47.), 1:1 Dadashov (55. FE), 1:2 dos Santos (65.), 1:3 Konings (75.)

Kader von Preußen Münster - Saison 2019/20

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  • Die Neuzugänge

    Die Neuzugänge des SCP -

    hintere Reihe v.l.: Heinz Mörschel, Joel Grodowski, Fridolin Wagner, Luca Schnellbacher, Marcel Hoffmeier, Maurice Litka, Coach Sven Hübscher

    - vordere Reihe v.l.: Okan Erdogan, Dominik Klann, Nico Brandenburger, Naod Mekonnen, Seref Özcan und Julian Schauerte.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Niklas Heidemann

    Noch konkurrenzlos auf der linke Seite. Nach starker Premierensaison gesetzt als Dauerläufer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Lucas Cueto

    Vertrag auf den letzten Drücker - Trainer Hübscher wollte ihn unbedingt halten. Hat noch viel Potenzial.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Max Schulze Niehues

    Dauerbrenner, Nummer eins und fast schon eine kleine Vereins-Ikone. Seit 2011 im Team, zuvor auch Jugendspieler.

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  • Marcel Hoffmeier

    Kommt mit 19 Jahren aus der Regionalliga (Lippstadt). Er versucht sein Glück als Profi und kann es kaum erwarten.

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  • Joel Grodowski

    Kommt aus Hamm (Oberliga), soll auch in der U 23 spielen. Pech mit einer schweren Schulterblessur.

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  • Fridolin Wagner

    Er kennt Trainer Sven Hübscher aus seiner Zeit bei Werder Bremen II. Und schwärmt in höchsten Tönen.

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  • Luca Schnellbacher

    Seuchenjahr in Aalen, aber mit neuem Elan nach Münster gekommen und auf vielen Positionen einsetzbar.

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  • Okan Erdogan

    Vielversprechende Ansätze in der Vorbereitung. Noch zurückhaltend als Neuzugang aus der Regionalliga.

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  • Heinz Mörschel

    Bislang letzter Einkauf. Sammelte bei Holstein Kiel schon Zweitliga-Einsätze, ist aber erst 21 Jahre alt.

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  • Philipp Hoffmann

    Auch schon seit vier Jahren beim SCP. Dauerläufer auf der rechten Seite, stark bei Kontern.

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  • Marian Prinz

    Erstes Seniorenjahr für den Junioren-Nationalspieler. Als U-23-Keeper sicher öfter auf der Bank.

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  • Dominik Klann

    Aufgestiegen mit der zweiten Mannschaft und nun mit der Chance, sich zu zeigen.

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  • Simon Scherder

    Schon seit 2006 ein Preuße, zuletzt Kapitän und erneut ein Anwärter auf die Binde am Arm.

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  • OIe Kittner

    Ur-Münsteraner und Everybody‘s Darling. Als Abwehrchef wie als Führungskraft sehr wertvoll.

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  • Naod Mekonnen

    Ausgebildet bei RB Leipzig und extrem ehrgeizig, auch neben dem Platz als angehender Student.

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  • Ugur Tezel

    Sein erstes Jahr im SCP-Trikot verlief mehr als durchwachsen. Hofft auf eine neue Chance.

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  • Rufat Dadashov

    Nach seiner Länderspielreise mit zwei Wochen Sonderurlaub, aber jetzt top-motiviert. Will seine Torquote steigern.

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  • Kevin Rodrigues Pires

    Nach dem Weggang seiner Nebenleute plötzlich Mittelfeldchef. Spielt aktuell stark auf und tritt auch die Standards.

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  • Maurice Litka

    Eigentlich ein Ur-St. Paulianer, aber jetzt lässt er sich voll auf Preußen ein. Gute Ansätze in der Vorbereitung.

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  • Nico Brandenburger

    Blöder Start mit einer kleinen Verletzung im Auftakttraining. Auf Dauer aber Kandidat für die Startelf.

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  • Seref Özcan

    Wagt den Sprung aus der Regionalliga Nordost in die 3. Liga. Berater ist Ex-Preuße Sercan Güvenisik.

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  • Oliver Schnitzler

    Angebot aus Unterhaching, doch der Reservist musste bleiben. Will Schulze Niehues mutig angreifen.

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  • Julian Schauerte

    Potenzieller neuer Leitwolf auf der rechten Seite. Bringt 31 Jahre und viel Erfahrung mit.

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  • Jannik Borgmann

    Der Schlaks (1,97 Meter) boxt sich durch, hat langfristig verlängert und geht bald noch studieren.

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  • Malte Metzelder

    Sportdirektor und Geschäftsstellenleiter SC Preußen Münster

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  • Helge Dahms

    Zeugwart 

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  • Lukas Brüggemann

    Physiotherapeut 

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  • Dr. Tim Hartwig

    SCP-Mannschaftsarzt

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  • Dr. Cornelius Müller-Rensmann

    Orthopäde und Sportmediziner

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  • Matthias Sieme

    Physiotherapeut 

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  • Milenko Gilic

    Torwarttrainer

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  • Tim Geidies

    Athletiktrainer

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  • Tobias Hellwig

    Co-Trainer

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  • Arne Barez

    Co-Trainer

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  • Sven Hübscher

    Trainer

    Foto: Jürgen Peperhowe
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