Fußball: A-Junioren-Bundesliga Preußen Münster mit „zu viel Adrenalin“ beim 2:3 gegen Schalke 04

Münster -

In der ersten Halbzeit waren die jungen Preußen dem klaren Favoriten FC Schalke 04 nicht gewachsen, im zweiten Durchgang zeigte die Elf von Trainer Cihan Tasdelen dann, dass in diesem Spiel mehr möglich gewesen wäre. Dennoch ging die Partie mit 3:2 an die Gäste aus Gelsenkirchen.

Von Thomas Austermann
Keine Chance, sich gegen zwei Schalker durchzusetzen: Preußen Münsters Torschütze zum 2:3, Nicolai Remberg.
Keine Chance, sich gegen die Schalker Görkem Can (r.) und Jonathan Riemer durchzusetzen: Torschütze Nicolai Remberg. Foto: Johannes Oetz

Den FC Schalke 04 zwangen die U-19-Junioren des SC Preußen Münster zwischendurch zum Nachdenken, aber nicht in die Knie. Das Bundesliga-Duell im Stadion verloren die Adlerträger mit 2:3 (0:1) und hängen damit im Tabellenkeller fest. Immerhin zeigten die Verlierer nach einer Stunde, was sie draufhaben.

„Ich sehe die gesamte zweite Halbzeit positiv, daraus nehmen wir etwas mit“, sagte Trainer Cihan Tasdelen. „Es war ja sogar ein Punkt für uns drin.“ Nun ja – das nur mit einigem Glück. Die Gelsenkirchener verloren die Ordnung nach dem 1:2, aber sie boten im türkischen Junioren-Nationalspieler Ahmed Kutucu den Mann auf, der den Unterschied ausmachte. Der spielintelligente Akteur war in der Wirkung nur schwer zu beeinträchtigen. Dank feiner Schusstechnik markierte Kutucu die ersten beiden Treffer (34., 55.).

Zwar vermieden die Preußen, für die Kapitän Ali Merhi in die Abwehr zurückkehrte, den befürchteten frühen Gegentreffer, aber mit Ball am Fuß griff zeitig pure Hektik um sich, die die innere Unruhe noch vergrößerte. „Zu viel Adrenalin“, erkannte Tasdelen und sah alleine einen Kopfball von Lukas Frenkert auf die Torlatte hüpfen (26.). Nach einer der zahlreichen Schalker Attacken über rechts traf Kutucu aus 16 Metern. Der eingewechselte Bajrush Osmani belebte aus dem Mittelfeld heraus den SCP. Aber Schalke fuhr einen Schnellangriff, den Kutucu mit nächstem 16-Meter-Treffer abschloss. Nach Eckball und Pfosten-Kopfball von Frenkert staubte der läuferisch vorbildliche Finn Wortmann zum 1:2 ab (61.) und führte die Preußen in eine andere Spur. Nun griffen die Münsteraner früher zu, setzten nach und suchten den schnellen Raumgewinn. Louis Martin ließ, als er hinten aushalf, das Bein stehen gegen Jimmy Kaparos – Elfmeter und Tor durch Malick Thiaw (83.). Weil Wortmann einmal mehr energisch nachsetzte, traf Nocilai Remberg noch (88.). Mehr ließ die nur mäßig glänzende Knappen-Clique nicht zu. SCP: Prinz – Schrick (77. Demir), Michalak, Nabrotzki, Merhi (83. Martin), Heering – El Gourari (54. Osmani), Remberg, Frenkert – Flechsig (54. Schneck), Wortmann

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