Fußball: Westfalenliga 3:1 beim SuS Neuenkirchen: Preußen II effektiv und glücklich zum Sieg

Münster -

In der Kabine herrschte nach dem Abpfiff Stille, nichts deutete auf ein Erfolgserlebnis hin. Doch der SC Preußen Münster II hatte gewonnen, zum vierten Mal im vierten Spiel. Der 3:1-Erfolg beim SuS Neuenkirchen aber hatte Kraft gekostet – und eine Menge Glück war auch dabei.

Von Henner Henning
Der Joker stach: Fabian Kerellaj traf in der Nachspielzeit zum 3:1 und sorgte damit für die endgültige Entscheidung.
Der Joker stach: Fabian Kerellaj traf in der Nachspielzeit zum 3:1 und sorgte damit für die endgültige Entscheidung. Foto: Wilfried Hiegemann

Viertes Spiel, vierter Sieg. Der SC Preußen Münster II setzt in der Westfalenliga seine Serie fort und hat bei dem 3:1 (1:0)-Erfolg beim SuS Neuenkirchen den ersten echten Stresstest bestanden. „Von der ersten Minute an war es ein unheimlich intensives Spiel, in dem wir auch das nötige Glück hatten“, gestand Trainer Sören Weinfurtner.

Die Preußen erwischten den besseren Start und beendeten bereits nach neun Minuten die gegentorfreie Zeit des SuS. Nils Burchardt verwandelte einen Handelfmeter und verschaffte seinem Team damit die nötige Ruhe. Der SCP war überlegen, hatte guten Zugriff auf das Geschehen und spielte sich immer wieder durch das Neuenkirchener Pressing. Ab Minute 25 aber kippte die Partie, der Gastgeber übernahm mehr und mehr die Initiative und setzte den Preußen gehörig zu. Ein Kopfball strich knapp über das Tor, dann verhinderte Münsters Schlussmann Marko Dedovic mit einem Reflex das 1:1.

Nach dem Wechsel blieb der SuS am Drücker und kam durch ein Traumtor – Malte Nieweler traf aus 18 Metern per Fallrückzieher zum Ausgleich (66.). Kippte nun die Begegnung? Nein, Münster hatte die passende Antwort, nach einem weiten Einwurf war Jan Klauke zur Stelle – 2:1 (70.). Neuenkirchen zeigte Reaktion, übte weiter viel Druck aus – nutzte aber die Überzahl nach Gelb-Rot gegen Klauke nicht. So waren es die eingewechselten Sören Wald und Torschütze Fabian Kerellaj, die in feinem Zusammenspiel für die Entscheidung sorgten (90.+3). „Wir waren effektiver und glücklicher. Die Jungs haben sich brutal reingekniet“, so Weinfurtner.

SCP II: Dedovic - Laiton Lesmes, Woitaschek (73. Kerellaj), Klauke, Conze - Knüwer, Burchardt, Born - Lackmann, Wegmann (69. Wald), Ibraim (59. Klann)

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