Fußball: 3. Liga Preußen Münster verliert mit Heim-Pleite gegen Uerdingen den Anschluss

Münster -

Der SC Preußen Münster kassiert seine dritte Saisonniederlage und muss die Spitzengruppe der dritten Liga nach der zweiten Schlappe in Folge ziehen lassen. Mit 0:1 (0:0) unterliegt das Team von Trainer Marco Antwerpen dem neuen Tabellenzweiten aus Uerdingen. Münster rutscht auf Rang acht ab.

Von Ansgar Griebel
Fußball: 3. Liga : Preußen Münster verliert mit Heim-Pleite gegen Uerdingen den Anschluss
Der SC Preußen verliert mit seiner Niederlage im Heimspiel gegen den KFC Uerdingen den Anschluss zur Spitzengruppe in der Tabelle. Foto: Jürgen Peperhowe

Wenn der Ruf „Auswärtssieg“ durchs Stadion hallt, sollte man tunlichst nicht als Heimmannschaft angetreten sein. Diese bittere Erfahrung machten die Spieler des SC Preußen Münster am Samstagnachmittag, als 6543 Preußenfans kleinlaut den Heimweg antraten, während rund 1000 Uerdinger ihren Club und eben einen 1:0-Auswärtssieg feierten.

Starker Start der Preußen

Diese Niederlage war nicht nötig, aber am Ende doch verdient. Erstaunlich genug, nach einer eigentlich starken Vorstellung der Preußen in Durchgang Nummer eins, in der Münster das Spiel machte und fahrlässig mit seinen Chancen umging. Doch als die Preußen nach gut 60 Minuten das Fußballspielen einstellten, bahnte sich der Sieg des KFC Uerdingen an. Tanju Öztürk besiegelte in der 78. Minute die dritte Saisonniederlage der Preußen.

Die Aufstellung

Trainer Marco Antwerpen hatte sein Team einmal mehr gleich an mehreren Stellen umgebaut, teils gezwungenermaßen, wie im Tor, das Max Schulze Niehues für den verletzten Oliver Schnitzler hütete, oder in der Innenverteidigung, wo Lion Schweers das Amt des gesperrten Simon Scherder übernahm. Aber auch der Startauftritt von Kapitän Martin Kobylanski war nicht zwingend zu erwarten. Lukas Cueto und Rufat Dadashov unterstützten Tobias Rühle bei den Angriffsbemühungen.

SCP in der ersten Halbzeit überlegen

Allesamt Maßnahmen, die sich zumindest optisch bezahlt machten. Münster machte gegen den KFC Uerdingen, der erwartungsgemäß mit Weltmeister Kevin Großkreutz sowie den ehemaligen Bundesligisten Maximilian Beister und Stephan Aigner auflief, ein starkes Spiel und hatte im ersten Durchgang mehr vom Spiel und auch ein deutliches Chancenplus – qualitativ wie quantitativ. Freistoßspezialist beförderte das Leder nach 19 Minute an die Latte des KFC-Tores, Rufat Dadashov scheiterte wenig später zunächst am Uerdinger Keeper René Vollath, ehe er im weiteren Verlauf zu genau Maß nahm und den Ball um wenige Zentimeter am rechten Pfosten vorbeischob. Über eine Pausenrückstand hätte sich KFC-Trainer Stefan Krämer wohl kaum beschwert, so war es ihm aber zweifellos lieber.

Der Einbruch nach 60 Minuten

Komplett offen ging es also in den zweiten Abschnitt, in der den Preußen noch 20 aktive Minuten vergönnt waren, ehe sich das Spielgeschehen erst langsam und dann nahezu ausschließlich in die Preußenhälfte verschob. Nach 78 Minuten erzielte Tanju Öztürk mit einem abgefälschten und damit unhaltbaren Schuss das Tor des Tages, auf das die Preußen nicht einmal im Ansatz eine Antwort hatten. Münster rutscht auf Rang acht der Tabelle ab, hatte aber dennoch zumindest eine Stunde lang einiges an Unterhaltungswert abgeliefert. Ein Totalversagen war das zweifellos nicht, wohl aber ein deutlicher Rückstoß auf den Boden der Tatsachen. 

Wirkungslose Einwechslungen

Antwerpen hatte im zweiten Durchgang mehrfach versucht, den Anker zu werfen, mit Warschewski für Dadashov, Hoffmann für Cueto und Rodrigues Pires für Braun drei Mal auf seine ansonsten durchaus spielprägende Bank gesetzt – und dennoch Schiffbruch erlitten, weil die frischen Kräfte diesmal nicht für frischen Wind sorgen konnten. Auf die Niederlage reagierte Antwerpen sichtlich enttäuscht: "Dieses Spiel tut mir weh. Das ist ein Fingerzeig, wohin unser Weg geht."


Preußen Münster: Schulze Niehues – Menig, Schweers, Borgmann, Heidemann – Braun (81. Rodriguez Pires) – Cueto (68. Hoffmann), Kobylanski, Klingenburg – Rühle, Dadashov (65. Warschewski).

KFC Uerdingen: Vollath – Vollath - Großkreutz (81 Holldack). , Schorch, Erb, Dorda – Öztürk, Daube (39. Krempicki) – Aigner, Konrad, Kefkir –-- Beister (73. Dörfler),

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