Fußball: 3. Liga Schlag auf Schlag – Heidemann ist der zweite Preußen-Neuzugang

Münster -

Die Preußen machen ernst auf dem Transfermarkt. Einen Tag nach der Verpflichtung von Dominik Lanius (Viktoria Köln) hat der SCP den nächsten Neuzugang verpflichtet. Auch Niklas Heidemann (Wuppertaler SV) kommt aus der Regionalliga. Und er kennt Münster sehr gut.

Von Thomas Rellmann
Niklas Heidemann und SCP-Sportchef Malte Metzelder.
Malte Metzelder begrüßt Niklas Heidemann (l.). Foto: SC Preußen Münster

Entschlossen und hellwach – so präsentiert der SC Preußen sich aktuell auf dem Transfermarkt. Im Blick hat der Club tatsächlich vor allem die Regionalliga. Denn einen Tag nach der Verpflichtung von Dominik Lanius (Viktoria Köln) hat der Verein den nächsten vielversprechenden Mann aus dieser Klasse verpflichtet. Vom Wuppertaler SV kommt Niklas Heidemann, der als B-Jugendlicher von 2010 bis 2012 bereits an der Hammer Straße kickte und nun bis 2020 unterschrieb.

Der Schwerter war damals von Borussia Dortmund gekommen, danach zog es ihn weiter zur SG Wattenscheid 09 und zum MSV Duisburg, wo er in der Reserve seine ersten beiden Senioren-Saisons spielte. 2016 ging es zum WSV, wo er als Linksverteidiger direkt uneingeschränkte Stammkraft wurde und seitdem 53 Punktpartien (ein Tor) bestritt. „Niklas ist ein sehr spannender Spieler, der klar und aufgeräumt rüberkommt und gut in unsere Mannschaft passen wird“, sagt SCP-Sportchef Malte Metzelder. „Wir haben ihn intensiv beobachtet und sind davon überzeugt, dass er den Sprung schaffen wird.“

Der 23-Jährige selbst freut sich natürlich auf seine Rückkehr. „Es ist schön, dass ich das Umfeld kenne. Das wird mir helfen, in der 3. Liga Fuß zu fassen. Ich denke, dass ich bereits vieles mitbringe, was man für die Gangart braucht“, sagt er. „Ich versuche, auf und neben dem Platz bewusste Entscheidungen zu treffen. Meine größte Stärke liegt sicher in der Physis, die mir erlaubt, mich auch als Verteidiger über 90 Minuten ins Offensivspiel einzuschalten.“ Mit 1,85 Metern bringt er auch das gewünschte Maß mit, auf das Trainer Marco Antwerpen viel Wert legt.

Gerade wegen seiner Größe erhielt Jeron Al-Hazaimeh nach dem Trainerwechsel seinen Stammplatz hinten links zurück. Mit der Verpflichtung von Heidemann schwinden allerdings die Chancen auf eine Vertragsverlängerung für den 26-Jährigen, zumal mit Benjamin Schwarz ein Rückkehrer als Alternative für diese Position bereitsteht, auch wenn Antwerpen bei dieser Personalie sehr vorsichtig ist. „Ich beobachte seine Person mit großer Sorge. Zu 100 Prozent einplanen kann ich ihn noch nicht.“ Und Al-Hazaimehs Zukunft? „Ergebnisoffen“, so der Coach, der sich ein Aufgebot mit 22 Feldspielern (ohne die aktuellen A-Junioren, die einen Profivertrag kriegen) und zwei Torhütern wünscht. „Noch habe ich nicht die Aussicht auf diese Zahl.“ Eine Rückkehr von Keeper Niklas Lomb (Bayer Leverkusen) ist allerdings zu teuer. Dass Sebastian Mai die Preußen nach zwei Jahren verlässt, ist mittlerweile sicher.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5625754?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686215%2F