Fußball: 3. Liga Gute Chancen auf den Verbleib von Benjamin Schwarz beim SC Preußen

Münster -

Lange war Benjamin Schwarz ausgefallen, das Knie bereitete dem Mittelfeldspieler des SC Preußen Münster Probleme. Doch nach einer Operation und der folgenden Reha hat sich der 31-Jährige zurückgemeldet, stand gegen Unterhaching erstmals wieder im Kader. Ein gutes Zeichen.

Von Thomas Rellmann
Vor dem Abflug, den damals der Duisburger Zlatko Janjic schon einmal probte, ist Benjamin Schwarz nicht. Hält sein Knie, hängt der Mittelfeldspieler eine Saison bei den Preußen dran.
Vor dem Abflug, den damals der Duisburger Zlatko Janjic schon einmal probte, ist Benjamin Schwarz nicht. Hält sein Knie, hängt der Mittelfeldspieler eine Saison bei den Preußen dran. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Zeitpunkt seiner Kader-Rückkehr hätte nicht passender sein können. Gegen Ex-Club SpVgg Unterhaching stand Benjamin Schwarz erstmals seit elf Monaten im 18er-Aufgebot von Preußen Münster. Also ergriff der 31-Jährige, der wegen einer Knie-OP um die Fortsetzung seiner Laufbahn bangen musste, nach dem Abpfiff die Chance, plauschte ein wenig mit Ex-Nationalspieler Manfred Schwabl, der inzwischen Präsident des Drittligisten ist, und einigen anderen alten Weggefährten in den Katakomben.

Bahnt sich da etwa eine Rückkehr in die Heimat an? Zur Spielvereinigung oder zu 1860 München, seinem anderen ehemaligen Verein, bei dem er während seiner Auszeit im Jugend-Bereich hospitierte? Schwarz verneinte sofort. „Stand heute“ sieht er seine Zukunft beim SCP. Vor dem Eingriff, der seine längste, aber weiß Gott nicht seine erste Zwangspause nach sich zog, war eine klare Vereinbarung getroffen worden. Hält das Problem-Knie, hängt er noch ein Jahr an der Hammer Straße dran.

„Ich entscheide“, sagt er. „Und ich kann nichts garantieren. Aber zurzeit verträgt das Knie die Belastung.“ Der Linksfuß ist vorsichtig geworden. „Ich war fast eine Saison draußen und muss sehen, dass ich mein altes Leistungsniveau erreiche.“ In Münster zweifelt kaum jemand daran, sofern die Gesundheit mitspielt. Schwarz war immer ein Vorbild in Sachen Einstellung und Ehrgeiz. Auch auf dem Platz, wo er in der vergangenen Spielzeit maßgeblich zur Wende und zum Klassenerhalt beitrug. Aktuell fahndet der Verein nach Verstärkungen für das zentrale Mittelfeld. Der Bayer wäre in damaliger Verfassung nahe dran an der Ideallösung. Zudem kann er ja auch immer Außenverteidiger spielen.

„Wir sind so verblieben, dass ich weitermache, wenn es geht. Im Moment sieht es gut aus, ich bin optimistisch.“ Die Quälerei der vergangenen Monate nach der Operation bei Dr. Volker Stoll (Vater seines Kollegen Lennart Stoll) hätte sich dann gelohnt. „Das war ein harter Weg. Ich musste ja auch mit dem Karriereende rechnen, zumal ich nicht mehr der Jüngste bin.“ Vermutlich half ihm aber auch die Erfahrung vorheriger Verletzungen, mental stabil zu bleiben. Heute liegt der Kader-Senior gleich mehrere Monate vor dem ursprünglichen Zeitplan. Seine Karten stehen nicht schlecht.

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