Fußball: 3. Liga Die Preußen-Riesen aus der letzten Reihe

Münster -

Die Abwehrreihe der Preußen ist aktuell richtig gut in Schuss. Sieben Spiele mit nur vier Gegentoren belegen das. Aber auch vorne sind die Defensiven echte Branchenriesen. Die westfälische Mauer kann nämlich auch ganz gut knipsen. Wie sie am Samstag beim 2:0 gegen Unterhaching bewies.

Von Ansgar Griebel
Ole Kittner nach dem ersten Streich: Der Münsteraner köpfte seine Preußen mit 1:0 in Führung.
Ole Kittner nach dem ersten Streich: Der Münsteraner köpfte seine Preußen mit 1:0 in Führung. Foto: Jürgen Peperhowe

Wie gut, wenn man für alle Probleme die passenden Lösungen hat: Die Spielvereinigung Unterhaching war mit einem höchst effektiven Sturmduo angereist, und die Preußen setzten ihre westfälische Mauer dagegen – mit Erfolg. „Kein Torschuss von den beiden. Das muss man erst mal hinkriegen“, lobte Trainer Antwerpen den gelungenen Auftritt der Herren Kittner, Scherder und Schweers in den 90 Minuten.

Zudem stellten die Gäste eine enorm effektive und handlungsschnelle Abwehrformation, und die Preußen setzten ihre Kopfball-Monster dagegen. „Das waren sehr, sehr gute Standards“, lobte Antwerpen die Innenverteidiger, die nach 35 Minuten (Ole Kittner) und in der 66. Minute (Simon Scherder) jeweils per Kopf und jeweils nach Ecken von Martin Kobylanski für klare Verhältnisse gesorgt hatten. Kittner verwertete die exakt getimte Ecke direkt, bei Scherder verlängerten Adriano Grimaldi und Sandrino Braun die Vorbereitungskette. Für Scherder war es bereits der fünfte Saisontreffer, Kittner erzielte sein zweites Tor in der Liga.

Pause für Grimaldi

Diesmal verzichtete Trainer Marco Antwerpen auf eine Überraschung in der Startelf. Erwartungsgemäß erhielt Philipp Hoffmann anstelle von Michele Rizzi den Zuschlag, Martin Kobylanski rückte ins Mittelfeldzentrum. Aber schon am Samstag (14 Uhr) beim Karlsruher SC ist der Coach gezwungen, erneut zu tricksen. Denn Kapitän Adriano Grimaldi bekam nach einer Rangelei mit Christoph Greger seine fünfte Verwarnung in dieser Saison (drei davon im März). In fünf der vergangenen sechs Partien handelte sich damit ein Preuße eine Gelbsperre ein. Zuvor waren das Jeron Al-Hazaimeh, Ole Kittner sowie eben zuletzt Hoffmann und Rizzi.

Alles in allem lieferten beide damit erneut ein schlagkräftiges Argument für das aktuelle Spielsystem, das nicht nur hinten Sicherheit verschafft, sondern auch vorne für reichlich Gefahr sorgt. Während also zwei der Riesen aus der letzten Reihe vorne Schlagzeilen schrieben, blieb der dritte vergleichsweise unauffällig, aber alles andere als blass: Lion Schweers hinterließ hinten sogar den besten Eindruck in einer insgesamt überzeugenden Reihe.

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