Fußball: 3. Liga Braun oder Stoll sollen Preußen-Doppelsechs in Magdeburg komplettieren

Münster -

Keine Frage – auch wenn Preußen Münster als 18. zum Tabellenzweiten 1. FC Magdeburg reist, hat das Team einen gewissen Druck. Im Abstiegskampf gibt es kaum noch Bonusspiele. Auch nicht, wenn die etatmäßige Doppel-Sechs ausfällt.

Von Thomas Rellmann
Torhüter Max Schulze Niehues (obenauf) ist einer der wenigen, die im Preußen-Kader bisher konstant stabile Leistungen anbieten. In Magdeburg hoffen er und seine Kollegen auf den dritten Auswärtssieg der Saison.
Torhüter Max Schulze Niehues (obenauf) ist einer der wenigen, die im Preußen-Kader bisher konstant stabile Leistungen anbieten. In Magdeburg hoffen er und seine Kollegen auf den dritten Auswärtssieg der Saison. Foto: Jürgen Peperhowe

Vielleicht ist die MDCC-Arena ja das passende Pflaster für Preußen Münster, um die leidige Auswärtsmisere zu beenden. Immerhin gewann hier am vergangenen Spieltag der FSV Mainz 05 II, das bislang schwächste Drittliga-Team in der Fremde, mit 2:1 – und reichte die rote Laterne in dieser Spezialwertung an den SCP weiter. Der könnte immerhin am Freitagabend (18.30 Uhr) beim 1. FC Magdeburg dort wieder vorbeiziehen. Mit einem Sieg.

„Unsere Auswärtsergebnisse sind nicht wegzudiskutieren. Wir haben auch nicht viele gute Spiele gemacht“, sagt Trainer Benno Möhlmann. „Ich möchte diesmal zumindest, dass es so aussieht, als wenn wir was holen wollen.“ Diese Einstellung fehlte vielen Akteuren vor zwei Wochen. „Von der Papierform hätten wir aus Mainz eher etwas mitbringen können als aus Magdeburg. Also müssen wir jetzt eben positiv überraschen.“

Vor dem Auftritt beim Tabellenzweiten muss der Trainer vor allem eine Personalie noch klären: Spielt neben Danilo Wiebe auf der Doppelsechs Sandrino Braun oder Lennart Stoll? Die Stammkräfte Michele Rizzi und Benjamin Schwarz sind ja schließlich gesperrt. „Sie sind beide zu 100 Prozent vollwertig einzuplanen. Die Praxis in der zweiten Mannschaft hat ihnen gut getan.“

Da auch Christian Müller (Wadenprobleme) kurzfristig die Reise absagte, bekamen die Preußen den Bus nur mit Müh‘ und Not voll. Sinan Tekerci, der laut Möhlmann „zu 50 Prozent fit“ ist nach seinem Sehnenanriss im Oberschenkel, und Ole Kittner („75 Prozent“) nach überstandener Knieblessur füllten das Gefährt immerhin auf. Zurück im Aufgebot ist zudem Mehmet Kara. Martin Kobylanski, der zuletzt beim 1:1 gegen Halle angeschlagen war, steht wieder voll im Saft. „Klar ist das alles nicht ideal, aber wir sind trotzdem drittliga-tauglich“, sagt der Coach. „Wir haben am Wochenende ja auch in Unterzahl das gezeigt, was in dieser Situation gefragt ist.“ Damit meint der 62-Jährige genau die Eigenschaften, die der FCM verkörpert. „Den überragenden Einzelspieler sehe ich dort nicht. Aber diese Mannschaft ist eingespielt, aggressiv, laufstark, spielt zweikampfbetont.“ Über Münster hat man in den vergangenen Monaten selten einen Trainer so reden gehört.

Die Trainingswoche war am Berg Fidel zwar ziemlich regnerisch und dadurch nicht gerade optimal. „Ich hoffe, man sieht am Freitag dennoch, dass wir uns eigentlich vernünftig vorbereitet haben“, sagt Möhlmann. Damit stiege zumindest die Wahrscheinlichkeit, den Magdeburgern kräftig die Laune zu verhageln.

SCP: Schulze Niehues – Tritz, Schweers, Mai, Al-Hazaimeh – Rühle, Braun, Wiebe, Aydin – Warschewski, Grimaldi.

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