Nach Knockout folgte Aussprache
Kara trifft Schmidt beim Präsidenten

Münster -

Nach der   tätlichen Auseinandersetzung von Mehmet Kara und Dominik Schmidt im Training mussten die Verantwortlichen des SC Preußen Münster über Konsequenzen entscheiden.

Donnerstag, 16.10.2014, 21:00 Uhr aktualisiert: 16.10.2014, 21:54 Uhr
Schon einmal im höchsten Maße uneins: Mehmet Kara (li.) und Dominik Schmidt (re.) gerieten im Spiel gegen den VfL Osnabrück aneinander Foto: Jürgen Peperhowe

Vielleicht war es reines Glück, das die beiden Kontrahenten da vor wirklich ernsthaften beruflichen Konsequenzen rettete. Dass das Derby zwischen dem SC Preußen Münster und Arminia Bielefeld in drei Tagen ansteht beispielsweise. – Oder, dass beide, Mehmet Kara wie auch Dominik Schmidt , zu den Leistungsträgern im Preußen-Kader zählen.

Nach der höchst unrühmlichen Auseinandersetzung auf dem Trainingsplatz am Dienstag, bei der sich Schmidt eine blutige Nase holte, verzichtete der Preußen-Vorstand gestern auf weitreichendere Sanktionen, als es Geldstrafe und Abmahnung aussagen könnten. Eine etwaige Suspendierung steht nicht an.

Früh aufstehen mussten die beiden Streithähne gestern, nachdem sie am Mittwoch und Donnerstag kurzerhand vom Trainingsbetrieb ausgeschlossen worden waren. Um neun Uhr in der Frühe bestellten SCP-Präsident Marco de Angelis und Sportvorstand Carsten Gockel Schläger und Geschlagenen ein, um Tacheles zu reden. Die „Netto-Botschaft“ aus diesem höchst intensiv geführten Gespräch lautete: „Beide sind aufeinander zugegangen, haben sich gegenseitig entschuldigt und aufrichtig bedauert, dass es dazu gekommen ist“, schilderte Gockel.

Wie berichtet, hatte Mehmet Kara seinem Mannschaftskameraden Dominik Schmidt während eines Trainingsspiel derart eine gelangt, dass der aus der Nase blutend zu Boden ging. Der Knockout war eine Reaktion auf Schmidts verbale Kritik an Karas Spiel-Stil.

„Das war im hoch-dunklen Bereich und überhaupt nicht zu tolerieren“, war Carsten Gockel in der Bewertung des Eklats auch gestern noch emotional extrem angefasst. „Die Geldstrafe ist jedenfalls so hoch, wie wir sie in der Vergangenheit wohl noch nie ausgesprochen haben“, sagte Gockel. Die erteilte Abmahnung ist wohl so etwas, wie die letzte Mahnung.

Nach ihrer Suspendierung sind Kara wie Schmidt nun wieder im Kader; der Spielerrat war involviert und in der Bewertung „natürlich im höchsten Maße ambivalent“, schilderte Gockel. „Es muss aber weitergehen“, sagte der Sportvorstand, wir befinden uns drei Tage vor dem Derby. Wir müssen nun auf das Spiel gegen Bielefeld blicken.“ Aber dass eine ähnliche Angelegenheit schon einmal vorgekommen ist (im Spiel gegen den VfL Osnabrück hatte Mehmet Kara Marcus Piossek einen „Wischer“ verpasst ), „hat uns die Entscheidung wie wir sie jetzt getroffen haben, nicht einfacher gemacht.“

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