Fußball: Landesliga 4
Beim TuS Altenberge geht der Kapitän von Bord

Altenberge -

Mit David Marx hat ein Fußballer beim TuS Altenberge aufgehört zu kicken, den sie so schnell nicht wiederfinden werden. Nicht aus Altersgründen, mehr 30 ist er noch zu jung für die Alten Herren. Nein, es beginnt ein neuer Lebensabschnitt.

Dienstag, 20.08.2019, 14:26 Uhr
Die meiste Zeit seines Fußballlebens hat David Marx (l.) das Grün des TuS Altenberge getragen. Bei Preußen Borghorst (kl. Bild) spielte er in Weiß und nahm als Kapitän der Mannschaft den Kreispokal in Empfang. Foto: Thomas Strack

Schon als Kind hat er gemeinsam mit Kieran Schulze-Marmeling, Pascal Koopmann, Marcel Kandziora und anderen mit dem Ball den Rasen im Kindergarten malträtiert. Bis zur B-Jugend blieb er dem TuS Altenberge als Spieler treu und feierte als Kreismeister und Kreispokalsieger unzählige Erfolge. 2004 war er mit der Kreisauswahl sogar Westfalenmeister geworden.

In der A-Jugend wechselte er zu Münster 08 in die Landesliga. Mit Beginn des Seniorenbereichs kehrte er nach Altenberge zurück und spielte wieder für den TuS. Beim Aufstieg in die Landesliga unter Trainer Florian Reckels, bislang der größte sportliche Erfolg der Nullneuner, trug David Marx die Kapitänsbinde und würde sie wahrscheinlich heute noch am Arm tragen, wenn nicht ein Umzug ins Haus stünde.

„Meine Freundin macht in Köln ihren Master“, zieht es den 30-Jährigen in die Domstadt. „Ich bin jetzt drei Jahre lang gependelt, immer freitags nach dem Training hin und sonntags zum Spiel zurück. Unserem neuen Trainer habe ich damals schon angekündigt, dass nach der Saison Schluss sein würde“, wollte Marx kein „großes Fass“ aufmachen, dass er Altenberge verlassen wird.

Sechs Jahre Preußen Borghorst in der Landesliga, fünf Jahre TuS, Landes- und Bezirksliga, fast immer war Marx Kapitän, schlug im Mittelfeld kluge Pässe oder war – wie zuletzt beim TuS – in der Viererkette der Mann für die Spieleröffnung. „Nein, Stürmer war ich nie. In der Jugend vielleicht mal. Ich habe fast immer im Mittelfeld gespielt. Tore habe ich auch nicht viele geschossen, 14 oder 15 vielleicht mal in einer Saison. Ein einziges Mal habe ich drei Tore in einem Spiel gemacht. Das war gegen den TuS Sinsen. Eins direkt vom Anstoß weg“, erinnert sich der Rechtsfuß, der nie wie seine Kollegen Koopmann oder Kandziora eine Karriere als Profi angestrebt hat. „In der A-Jugend hatte ich mal ein Angebot von Preußen Münster, aber es hat nie so ganz gepasst. Fußball war für mich immer nur Hobby“, sagt er.

Kaum zu glauben, dass das vorbei sein soll, wenn er tatsächlich mal in Köln wohnen und arbeiten sollte. „Ganz ehrlich, darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Ich will erst einmal in Köln Fuß fassen“, gehen Wohnung, Arbeit und Freundin in dem neuen Lebensabschnitt für den Altenberger Kicker vor. „Vielleicht ergibt sich später mal was. So weit habe ich es ja nicht mehr bis zu den Alten Herren. Und, wer weiß, vielleicht kommen wir ja zurück ins Münsterland“, schließt der 30-Jährige eine Rückkehr nach Altenberge keineswegs aus. „Meine Freundin will Berufsschullehrerin werden. Wer weiß, wo wir dann landen?“

Ein einziges Mal habe ich drei Tore in einem Spiel gemacht.

David Marx
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