Handball: Bezirksliga Münsterland Holz warnt vor der Tormaschine

Ochtrup/SteinfurtAm -

Am Samstag gibt es ein Wiedersehen zwischen den Handballer von Arminia Ochtrup und ihrem ehemaligen Trainer Sven Holz, der jetzt bei DJK Coesfeld in Amt und Würden ist.

Coesfelds Trainer Sven Holz hebt – wohlwissend dass es am Samstag in Ochtrup schwer werden wird – schon mal mahnend den Finger.
Coesfelds Trainer Sven Holz hebt – wohlwissend dass es am Samstag in Ochtrup schwer werden wird – schon mal mahnend den Finger. Foto: Thomas Strack

Sven Holz kehrt am Samstag an alte Wirkungsstätte zurück. Als Trainer der DJK Coesfeld gastiert der 38-Jährige dann in Ochtrup, wo er bis zur Winterpause 2017/18 noch selbst coachte. Vor dem Duell mit den Arminen unterhielt sich WN-Sportredakteur Marc Brenzel mit Holz. Dabei ging es auch um den TB Burgsteinfurt und den TV Borghorst sowie die Handball-Bezirksliga Münsterland im Allgemeinen.

Herr Holz, Samstag treten Sie mit Ihren Coesfeldern in Ochtrup an. Die Halle I ist für jeden Gegner ein unangenehmes Pflaster. Worauf stellen Sie Ihre Mannschaft genau ein?

Sven Holz: Ich könnte meinen Spielern jetzt was über Max Oelerich, Raphael Woltering oder Christian Woltering sagen. Aber ich gehe davon aus, dass mein Nachfolger Heinz Ahlers die Jungs ein Stück weiterentwickelt hat. Insofern wäre alles, was ich über den SCA erzählen könnte, wahrscheinlich längst überholt.

Haben Sie die Ochtruper in dieser Saison schon gesehen?

Holz: Ich war gegen Warendorf in der Halle. Da war wieder zu sehen, dass der SCA viele Tore wirft, aber auch viele kassiert. Das war ja schon zu meiner Zeit so. Für uns kommt es darauf an, diese Tormaschine in den Griff zu bekommen.

Wie stufen Sie die Qualität der Bezirksliga in dieser Saison ein?

Holz: Es gibt eine starke Spitzengruppe, die ich in dieser Breite nicht unbedingt erwartet hätte. Neuenkirchen, Warendorf und auch uns hatte ich da schon eingeordnet. Sparta Münster als Aufsteiger und Kattenvenne überraschen mich ein wenig.

Coesfeld ist aus der Landesliga abgestiegen. Ist die sofortige Rückkehr in diese Klasse als Ziel ausgegeben worden?

Holz: Wir wollen erstmal im oberen Drittel mitmischen. Ob es dann am Ende Platz eins oder Platz vier wird, wird sich zeigen. Die Aufgabe in Ochtrup ist auf jeden Fall ganz schwer.

Das sagt der Trainer, dessen Team 10:2 Punkte aufweist und jetzt gegen eine Mannschaft mit 6:6 Zählern spielt . . .

Holz: Moment mal: Och­trup hat seine drei Niederlagen gegen Teams von ganz oben kassiert. Unsere fünf Erfolge – damit möchte ich jetzt niemandem auf die Füße treten – waren Pflichtsiege. Eigentlich hätte ein sechster dazukommen müssen, doch das haben wir in Kattenvenne gnadenlos in den Sand gesetzt.

Sie haben auch eine sportliche Vergangenheit beim TB Burgsteinfurt und beim TV Borghorst. Wie beurteilen Sie die Entwicklung bei den beiden Männerteams der jeweiligen Vereine?

Holz: Burgsteinfurt hat im Rahmen der Kennedy-Trophy positiv überrascht und uns geschlagen. Aufgrund der vielen Abgänge, die die Mannschaft verzeichnen musste, hatte ich befürchtet, dass sie es schwer haben wird. Das scheint jetzt auch der Fall zu sein.

Und der TV Borghorst, der ja nur noch in der Kreisliga spielt?

Holz: Da bin ich noch ein wenig besser im Bilde. Jörg Kriens hat sich da eine super Mannschaft aufgestellt. Phil Huge macht wieder mit, und Timon Topp ist momentan sehr gut in Form. Gefreut hat mich der jüngste Sieg in Rheine. Da gewinnst du nicht einfach mal so. Wenn die Borghorster so weiter machen, sollte der Aufstieg drin sitzen.

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