Fußball: Bezirksliga 12 Steinfurter Derby mit ganz besonderer Note

Burgsteinfurt -

Es ist angerichtet: Am Sonntag stehen sich der SV Burgsteinfurt und der SV Wilmsberg gegenüber. Dabei handelt es sich diesmal nicht nur um ein Derby, sondern auch noch um das Spitzenspiel Erster gegen Zweiter. Mehr geht also nicht, entsprechend heiß sind beide Seiten.

Von Marc Brenzel
Sam Anyanwu (2.v.r.) hat sich bestens entwickelt. Der Youngster gehört in dieser Saison zum Stammpersonal der Burgsteinfurter.
Sam Anyanwu (2.v.r.) hat sich bestens entwickelt. Der Youngster gehört in dieser Saison zum Stammpersonal der Burgsteinfurter. Foto: Marc Brenzel

Mehr Spitzenspiel geht nicht. Am Sonntag treffen mit dem SV Burgsteinfurt und dem SV Wilmsberg der Tabellenführer der Bezirksliga 12 und sein direkter Verfolger aufeinander. Dass es sich bei dem Duell auch noch um ein Kräftemessen zweier Ortsrivalen handelt, hebt den Wettstreit in die Klasse des Superschwergewichts.

„Ich werde den einen oder anderen wohl ein bisschen bremsen müssen“, geht SVB-Trainer Christoph Klein-Reesink davon aus, dass die Seinen morgen brennen. Mit einem Sieg würde der Vorsprung auf den Nachbarn auf zehn Punkte anwachsen. Deshalb macht der Übungsleiter folgende Rechnung auf: „Wir haben nichts zu verlieren, können aber sozusagen das Doppelte gewinnen.“

Die Hausherren sind in der Lage – Stand Freitagabend –, alles aufbieten zu können, was Rang und Namen hat. Zu diesem Kreis gehört mittlerweile auch Sam Anyanwu, der nicht mehr nur aufgrund seiner gewissen Ähnlichkeit mit Nationalspieler Leroy Sané auffällt. „Sam hat in dieser Saison neun von elf möglichen Spielen gemacht. Das sagt alles über seine Entwicklung aus“, hebt Klein-Reesink die starken Leistungen des jungen Mittelfeldspielers hervor.

„Hollermann, Mersch, Artmann, da Silva . . . Wo soll ich anfangen?“, listet Piggen-Coach Christof Brüggemann auf, wer so alles beim Gegner zu beachten ist. „Aber die werden wir bekämpfen, wo immer sie uns auf dem Platz begegnen.“

Individuelle Klasse gesteht Brüggemann ohne Wenn und Aber auch seinen Jungs zu. Was im Vergleich zu den Stemmertern allerdings fehlen würde, sei die Erfahrung. „Den Burgsteinfurtern ist anzumerken, dass sie in nahezu unveränderter Formation schon einige Spielzeiten in der Landesliga verbracht haben. Sie wissen einfach, in welchen Situationen sie da sein müssen“, zieht Brüggemann den Hut vor den Rot-Gelben.

Die Wilmsberger müssen ohne ihren Kapitän Niclas Ochse auskommen, der sich beim 2:2 gegen Lengerich eine überflüssige Ampelkarte abholte. „Als Ur-Wilmsberger ärgert ihn das am meisten“, möchte Brüggemann seinem „Capitano“ keine Vorwürfe mehr machen. Aldo Colalongo oder Niklas Thoms sind die Kandidaten, die Ochse taktisch eins-zu-eins ersetzen würden. Aber Brüggemann denkt über einen Plan B nach: „Mal gucken, vielleicht stelle ich auch einen weiteren Stürmer auf. Warten wir mal ab.“

 

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