Kreisliga A: Ochtruper nach 1:0 bei Preußen Borghorst Spitzenreiter FSV bejubelt Last-Minute-Sieg

Borghorst/Ochtrup -

Der FSV Ochtrup hat durch einen 1:0-Erfolg beim SC Preußen Borghorst die Tabellenführung in der Kreisliga A übernommen. In der Bewertung der Partie waren sich beide Trainer am Ende einig.

Von Heiner Gerull
Die Entstehung des Ochtruper Siegtreffers bei Preußen Borghorst in der Nachspielzeit: Nach einem Eckstoß von Pawel Ozog segelt FSV-Akteur Marvin Haumering (Nr. 5) zwar am Ball vorbei. Doch im Hintergrund lauert Tim Niehues (2. von re.) und drischt die Kugel per Seitfallzieher zum 1:0 ins Netz. Lukas Höseler (Nr. 12) verfolgt diese Szene.
Die Entstehung des Ochtruper Siegtreffers bei Preußen Borghorst in der Nachspielzeit: Nach einem Eckstoß von Pawel Ozog segelt FSV-Akteur Marvin Haumering (Nr. 5) zwar am Ball vorbei. Doch im Hintergrund lauert Tim Niehues (2. von re.) und drischt die Kugel per Seitfallzieher zum 1:0 ins Netz. Lukas Höseler (Nr. 12) verfolgt diese Szene. Foto: Heiner Gerull

Och­trups umjubelter Treffer zum 1:0 (0:0)-Sieg beim SC Preußen Borghorst fiel zwar erst in der Nachspielzeit. Gleichwohl war die Bewertung der abgelaufenen 93 Minuten einhellig. „Die Och­truper waren die bessere Mannschaft. Das war heute nicht unsere Kragenweite. Das muss man einfach anerkennen, und deshalb war es keine bittere Niederlage; auch wenn der Treffer erst in der Nachspielzeit gefallen war“, hatte Preußens Trainer Dirk Altkrüger einen klaren Blick hinsichtlich der Einschätzung des Spiels.

Immerhin konnte er seinem Team zugute halten, dass es sich bis in die Nachspielzeit nach Kräften wehrte. Letztlich trennten den SC Preußen nur wenige Augenblicke von einem Teilerfolg. Doch fast mit der letzten Aktion fiel dann doch noch der Siegtreffer für den FSV. Nach einem Eckball von Pawel Ozog von der rechten Seite segelte der Ball an Freund und Feind vorbei in den Strafraum. FSV-Routinier Tim Niehues roch den Braten und drosch die Kugel per Seitfallzieher zum 1:0 in die Borghorster Maschen. Der Rest war nur noch Jubel beim FSV, der dank des Erfolges die Tabellenführung in der A-Liga übernahm.

Die Ochtruper verdienten sich den Sieg, weil es in deren Reihen vier Akteure gab, die dem Spiel deutlich Struktur verliehen. Zu denen gehörten neben Niehues und Ozog auch Marcel Strübig und André Vieira. Sie machten den Unterschied.

Immerhin verstand es die junge Borghorster Mannschaft, die mit ihrem 26-jährigen „Methusalem“ Tobias Mader den ältesten Akteur abstellten, den FSV lange Zeit zu ärgern. Das tat sie mit Glück und Geschick. Glück hatte sie etwa in der 25. Minute, als Niehues aus gut 25 Metern abzog und nur haarscharf das Tor verfehlte. Geschick bewies der SCP wenig später, als es nach einem Vorstoß von Mohammed Sylla lichterloh im Strafraum brannte, die Preußen jedoch mit vereinten Kräften die Gefahr bereinigten.

Auch in Halbzeit zwei spielte sich das Geschehen meistens in der Borghorster Hälfte ab. Gefahr zog immer dann auf, wenn sich Vieira auf der rechten Außenbahn durchtankte und den Ball von der Grundlinie in den Strafraum flankte. In der 58. Minute lenkte Arthur Kutzmann das Leder per Kopf über die obere Torstange. In der 66. Minute kam er ein zweites Mal völlig frei zum Zuge, doch er ließ diese Chance sträflich aus. Besser machte es erst Niehues in der Nachspielzeit. „Ich glaube, wir hatten zu 80 Prozent Ballbesitz. Von daher war unser Sieg sicherlich verdient“, befand FSV-Coach Frank Averesch. Niemand konnte ihm widersprechen.

Preußen Borghorst: Reiß, Schulze Brock, Mader, Grell – Berghaus, Krumme – Mallaamine, Eilers, Berning – Rademacher (65. Matic). – FSV Ochtrup: Averesch – Vieira, Haumering, J. Engbrink, Kutzmann (86. Carvalho) – Strübig, Hannekotte – Niehues, Ozog, Lienkamp (61. Höseler) – Sylla (81. Ahlers). – Tor: 0:1 Niehues (90.+2).

"

Ochtrup war nicht unsere Kragenweite.

Dirk Altkrüger

"
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6038745?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686802%2F