Fußball: Landesliga Derby unter brisanten Vorzeichen

Burgsteinfurt -

Allein die geografische Nähe zwischen dem SV Burgsteinfurt und Emsdetten 05 garantiert prickelnde Fußball-Unterhaltung. Vor der Neuauflage des Derbys am Sonntag sorgt die sportliche Konstellation für zusätzliche Brisanz.

Von Heiner Gerull
Ob Christian Radecke (re.) fit für einen Einsatz ist, entscheidet sich wohl erst kurz vor Spielbeginn. Der Außenverteidiger ist allerdings der einzige Wackelkandidat. Ansonsten schöpfen die Burgsteinfurter vor dem Schlüsselspiel gegen Emsdetten 05 aus dem Vollen.
Ob Christian Radecke (re.) fit für einen Einsatz ist, entscheidet sich wohl erst kurz vor Spielbeginn. Der Außenverteidiger ist allerdings der einzige Wackelkandidat. Ansonsten schöpfen die Burgsteinfurter vor dem Schlüsselspiel gegen Emsdetten 05 aus dem Vollen. Foto: Thomas Strack

Es ist ein Katzensprung von Burgsteinfurt nach Emsdetten. Doch trotz der geografischen Nähe kreuzten sich die Wege des SV Burgsteinfurt und der SV Emsdetten 05 erst in jüngster Vergangenheit häufiger. Am Sonntag treffen beide Teams ab 15 Uhr im VR-Bank-Stadion an der Liedekerstraße erneut aufeinander. Geht es nach den Gelb-Roten, dann könnte es so ausgehen wie im Rückspiel der Saison 2011/12. Damals gewannen die Burgsteinfurter mit 4:0. Es war zugleich ihr bislang einziger Punktspielsieg in der Landesliga.

Freilich hört es damit dann auch schon auf. Denn ansonsten denken weder die Stemmerter noch die Nullfünfer gerne an diese Spielzeit zurück. Denn am Ende stiegen beide Clubs ab und mussten den bitteren Gang zurück in die Bezirksliga antreten.

Wobei die Vorzeichen in der laufenden Serie ähnlich sind wie damals. Denn im Vergleich des Tabellenvorletzten SVB mit Schlusslicht 05 steht den Protagonisten hüben wie drüben das Wasser bis zur Oberkante Unterlippe. Und schon vor dem Spiel steht fest, dass eines der beiden Team nach dem Schlusspfiff die rote Laterne tragen wird. Im Falle eines Unentschiedens oder eines Burgsteinfurter Sieges bleibt sie bei den Emsdettenern. Gewinnen die Nullfünfer, reichen sie diese an den SVB weiter. Das Derby steht also unter brisanten Vorzeichen.

Allerdings haben die ersten Pflichtspiele des Jahres gezeigt, dass beide Clubs fest entschlossen sind, sich aus der misslichen Situation zu befreien. Ganz augenscheinlich ist das bei den Nullfünfern. Die Bilanz des vermeintlichen Abstiegskandidaten kommt angesichts der Bilanz von drei Siegen aus den ersten drei Punktspielen in 2017 fast schon einer wundersamen Wandlung gleich.

Aber auch die Burgsteinfurter haben wahrlich keinerlei Veranlassung, ihr Licht unter den Scheffel zu stellen, wie Christoph Klein-Reesink zu verstehen gibt: „Wir haben genug Selbstvertrauen getankt und werden mit breiter Brust auflaufen.“ Wobei der Trainer personell nahezu aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich hinter dem Einsatz von Außenverteidiger Christian Radecke steht noch ein Fragezeichen. Ihn plagen Schmerzen im Fuß, nachdem er einen Schlag auf den Spann erlitten hatte.

Der Aufschwung der Emsdettener geht maßgeblich mit der in der Winterpause vollzogenen Umstrukturierung des Mannschaftskaders einher. Die hatte zur Folge, dass die Schwarz-Weißen plötzlich Tore wie am Fließband schießen: Drei waren es gegen den VfL Senden und DJK Eintracht Coesfeld, gar fünf gegen die TSG Dülmen. Für die Burgsteinfurter sollte das ein Fingerzeig sein, wo sie den Hebel ansetzen müssen. Das Hinspiel endete 2:2.

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Wir haben genug Selbstvertrauen getankt und werden mit breiter Brust auflaufen.

Christoph Klein-Reesink

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