Fußball Bezirksliga: TuS Altenberge besiegt SC Preußen Borghorst Der Favorit setzt sich durch

Altenberge -

Die Überraschung blieb aus: Der abstiegsbedrohte SC Preußen Borghorst konnte im Derby beim TuS Altenberge den aktuellen Spitzenreiter nie ernsthaft in Gefahr bringen und ging nach 90 Minuten als Verlierer vom Platz.

Von Vera Szybalski
Die Altenberger Spieler bejubeln den Führungstreffer von Malte Greshake (M.). Ins Straucheln brachten die Borghorster um Jonas Bünker (kl. Bild) die Gastgeber hin und wieder, der Sieg des TuS war allerdings nie ernsthaft in Gefahr.
Die Altenberger Spieler bejubeln den Führungstreffer von Malte Greshake (M.). Ins Straucheln brachten die Borghorster um Jonas Bünker (kl. Bild) die Gastgeber hin und wieder, der Sieg des TuS war allerdings nie ernsthaft in Gefahr. Foto: Vera Szybalski

Mit einem Wetteinsatz auf einen Sieg des TuS Altenberge gegen den SC Preußen Borghorst wäre am Sonntag wohl nicht viel Geld zu machen gewesen. Die Ausgangslage war schon eindeutig: In der Tabelle rangieren die Kontrahenten fast an den entgegengesetzten Enden. Und auch auf dem Rasen war das Duell eine klare Angelegenheit. Der Favorit aus Altenberge setzte sich mit 3:0 (1:0) durch und thront auf Grund von mittlerweile zwei Nachholpartien des SV Wilmsberg mit vier Punkten Vorsprung an der Bezirksligaspitze.

Seiner Rolle wurde der Gastgeber von Beginn an gerecht. Bereits in den ersten Minuten testete Altenberge die Abwehr der Borghorster samt Torhüter Ismael Beckers auf deren Tauglichkeit. In Führung ging der TuS aber erst nach etwas mehr als 20 Minuten: Den Schuss von Vargin Der parierte Beckers noch, den Nachschuss versenkte Malte Greshake (23.) unhaltbar im Borghorster Kasten.

Wenn man den Altenbergern irgendetwas vorwerfen wollte dann, dass sie zu lange brauchten, um den zweiten Treffer nachzulegen. „Damit haben wir uns schwer getan“, hätte auch Florian Reckels es lieber gesehen, wenn seine Mannschaft früher für noch klarere Verhältnisse gesorgt hätte: „Wir hätten eigentlich schon in der ersten Halbzeit deutlicher führen müssen.“

Solche Probleme sind aus Borghorster Sicht momentan absolute Luxusprobleme. Die Preußen taten sich schon schwer damit, gefährlich vor dem Kasten von Marc Wenning-Künne aufzutauchen. Nicht selten war der lange Ball auf Isuf Asllani das Mittel der Wahl, von Erfolg gekrönt war dieses aber nicht. Carlos Andrade war alles in allem „überhaupt nicht zufrieden“ mit der Leistung seiner Elf: „Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, nicht umgesetzt.“ Es habe ebenso an Mut wie an Disziplin und Wille gefehlt.

Vom Glück verfolgt waren die Borghorster auch nicht. Im ersten Durchgang verletzten sich mit Jonas Baumann und Philipp Wierling gleich zwei Spieler, die ausgewechselt werden mussten. Mit der taktischen Maßnahme Winter-Neuzugang David Barragan Castro einzuwechseln, waren so bereits in den ersten 45 Minuten alle Joker verbraucht.

Im Mittelpunkt bei den Borghorstern stand aber auch nach dem Seitenwechsel vor allem Ismael Beckers, der mit seinen Paraden gegen Der (50./51.) und Lennart Rausch (51.) die Preußen vor größeren Schaden bewahrte. In der 65. Minute war er dann machtlos: Marcel Lütke Lengerich (65.) traf zur Vorentscheidung. Als Diogo Maia Rego zwei Minuten später eine umstrittene Rote Karte sah, dürfte endgültig niemand mehr an einem Erfolg der Altenberger gezweifelt haben. Vargin Der (74.) erzielte anschließend noch den Treffer zum 3:0-Endstand.

TuS: Wenning-Künne – Schlatt, Kemper, Marx (76. Hintelmann), Lütke Lengerich – P. Hölker, Botella (53. Wilpsbäumer), Risau, C. Hölker (46. Rausch) – Greshake, Der.

SCP: Beckers – Bünker, Mader, Wierling (45. Reiß), Westhoff, Baumann (35. Maia Rego) – Brinkjans (37. Barragan Castro), D. Groll, Schabos, Chiappetta – Asllani.

Tore: 1:0 Greshake (23.), 2:0 Lütke Lengerich (65.), 3:0 Der (74.).

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte für Diogo Maia Rego (67./SCP) wegen groben Foulspiels.

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Mit der Leistung bin ich überhaupt nicht zufrieden.

Carlos Andrade

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