Fußball: Bezirksliga Werden TuS und SCP ihren Rollen gerecht?

Altenberge -

Es ist ein Derby, und Derbys haben bekanntlich eigene Gesetze. Bewahrheitet sich dieses Motto im Spiel zwischen dem TuS Altenberge und dem SC Preußen Borghorst erneut? Beide Trainer finden im Vorfeld erstaunliche Antworten auf diese Frage.

Von Heiner Gerull
Im Hinspiel lieferten sich der Borghorster Tobias Mader (am Boden) und Altenberges Angreifer Vargin Der packende Zweikämpfe. Im Rückspiel am Sonntag wird es ähnlich sein.
Im Hinspiel lieferten sich der Borghorster Tobias Mader (am Boden) und Altenberges Angreifer Vargin Der packende Zweikämpfe. Im Rückspiel am Sonntag wird es ähnlich sein.

TuS Altenberge gegen Preußen Borghorst – selten zuvor stand das Nachbarschaftsderby unter klareren Vorzeichen. Es ist das Spiel des Tabellenführers gegen den Vorletzten, des Favoriten gegen den Außenseiter. Werden die Teams ihrer jeweiligen Rolle gerecht? Aus der Antwort auf diese Frage bezieht die Partie ihre Spannung. Gespielt wird am Sonntag ab 15.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des Altenberger Sportzentrums.

Klare Verhältnisse herrschten bereits im ersten Aufeinandertreffen, das die Altenberger seinerzeit mit 4:1 gewannen. Als Gradmesser für die Neuauflage sei dieses Spiel allerdings kaum geeignet, verkündet Florian Reckels: „Die Ausgangslage war eine komplett andere.“ Deshalb geht der Altenberger Trainer davon aus, dass die Karten am Sonntag neu gemischt werden. Wobei die Tabellenkonstellation eher zweitrangig sei. „Es ist ein Derby, und ich erwarte einen kampfstarken Gegner. Für uns kommt es darauf an, dagegenzuhalten. Dabei sollten wir aber auch versuchen, spielerisch Akzente zu setzen.“

Reckels will sich von dem Tabellenstand des Gegners nicht blenden lassen. Vor allem will er dessen Qualitäten nicht auf das Kämpferische reduzieren. „In Preußens Reihen stehen auch gute Fußballer“, betont der TuS-Coach. Inwieweit die hüben wie drüben allerdings zum Tragen kommen, wird sich am Sonntag zeigen. Zudem bleibt abzuwarten ob es bei Patrick Teriete und Felix Kemper für einen Einsatz reichen wird. Beide sind angeschlagen.

Für Carlos Andrade kommt ist die sportliche Entwicklung des Gegners keineswegs überraschend. „Es hat zwar gedauert, bis die ihr Potenzial freisetzen konnten. Aber schon nach dem Hinspiel habe ich gesagt, dass der TuS Altenberge die beste Mannschaft der Liga ist.“ Wobei Preußens Coach sicherlich nicht scharf darauf ist, dass die Gastgeber auch am Sonntag ihre Kapazitäten ausschöpfen. Denn aufseiten der Borghorster zeichnet sich ab, dass erneut eine Reihe Stammspieler fehlen werden, etwa Maik Menke, Nils Piotrowski, Dennis Brake oder auch Sven Berghaus, der im Hinspiel beim 1:4 den Borghorster Ehrentreffer erzielt hatte.

Andrade weist in diesem Zusammenhang auf ein Problem hin, das den SC Preußen schon die ganze Saison begleitet: „Aufgrund der zahlreichen Ausfälle müssen wir immer wieder auf Spieler zurückgreifen, die in der Wochen nicht oder kaum trainieren können.“ Das wird auch am Sonntag nicht anders sein.

Trotzdem fahren die Borghorster nicht nach Altenberge, um dort kampflos die Punkte abzuliefern. „Ich vertraue unseren Spielern, die auf dem Platz stehen. Wir haben eine riesige Aufgabe vor uns. Aber auch in Altenberge beginnt das Spiel beim Stand von 0:0.“

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