TV Borghorst Niederlage früh besiegelt

Borghorst -

Chancenlos waren die Bezirksliga-Handballer des TV Borghorst bei der 18:36-Heimniederlage gegen Spitzenreiter Münster 08.

Von Jan Gudorf
Auf die gewohnte Unterstützung musste der TVB (hier Kilian Valk) am Samstag verzichten. Die Handball-Fans zog es aufgrund des deutschen EM-Auftakts eher vor den Fernseher.
Auf die gewohnte Unterstützung musste der TVB (hier Kilian Valk) am Samstag verzichten. Die Handball-Fans zog es aufgrund des deutschen EM-Auftakts eher vor den Fernseher. Foto: Jan Gudorf

„Das hatte ich in 30 Jahren Handball zuvor noch nicht erlebt“, machte Eckhard Rüschhoff beim Spiel seines TV Borghorst gegen Spitzenreiter Münster 08 eine Premierenerfahrung. „Das Spiel war nach dreieinhalb Minuten entschieden“, sah der Trainer eine schwache Anfangsphase seines Teams. Fünf Tore hatten die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt schon kassiert, selbst keines geworfen. Zwar fanden die Borghorster in der Folge etwas besser in die Partie, am Ende setzte es beim 18:36 (8:18) dennoch die höchste Saisonniederlage.

Borghorst leistete sich zu Beginn Ballverluste en masse, wodurch die Münsteraner zu schnellen Konterangriffen eingeladen wurden. „Die Gegenstöße haben uns das Genick gebrochen“, konstatierte Rüschhoff.

Nach dem Horrorstart nahm der Trainer in Ballbesitz den Torwart vom Feld, um im Angriff mit zwei Kreisläufern mehr Durchschlagskraft entwickeln zu können. Durch diese Maßnahme kamen die Gastgeber vermehrt zu Torerfolgen, eine Aufholjagd ließ Nullacht jedoch nicht zu (5:11 nach 17 Minuten).

Noch mehr als die zu erwartende Pleite schmerzte Rüschhoff nach dem Spiel die Verletzung seines zurzeit einzig zur Verfügung stehenden Torhüters Fabian Berges. Dieser prallte bei einer ehrgeizigen Rettungsaktion mit dem Pfosten zusammen und zog sich eine Fleischwunde am Schienbein zu. In den noch verbliebenen gut 40 Minuten halfen Daniel Lütke Lanfer und Robert Valk im Kasten aus.

Mit einer Erfolgsserie von sechs Siegen im Gepäck war der Tabellenführer angereist. Dass Nummer sieben folgen würde, ließ Münster auch in Halbzeit zwei keine Zweifel aufkommen. Den arg verletzungsgeplagten Borghorstern war die Verkrampfung anzusehen. „Wir haben uns jedes Tor hart erkämpfen müssen. Das kann auf Dauer nicht gut gehen“, erkannte Rüschhoff.

Gegen den ansonsten heimstarken Turnverein tat der Münsteraner Sportclub in der Schlussphase nur das Nötigste. Aushilfstorwart Robert Valk war gegen Münsters Werfer meist chancenlos. Die Schlusssirene erlöste den TVB schließlich beim Stande von 18:36.

TVB-Tore : Babiuch (5/1), Lütke Lanfer (3), Murselji, Marx, K. Valk, Wenner (je 2), Fürst, L. Valk (je 1).

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