SC Nordwalde Hölscher hält den SCN bei Laune

Nordwalde / Kreis Steinfurt -

Die Liga-Reform im Handball zu Beginn der kommenden Saison wirft ihre Schatten voraus. Nach Abschaffung der Bezirksligen wollen sich Bezirksligist SC Nordwalde sowie die beiden Kreisligisten Arminia Ochtrup und TB Burgsteinfurt für die neue Kreisoberliga qualifizieren.

Von Heiner Gerull
Reinhard Hölscher ist beim Handball-Bezirksligisten SC Nordwalde als Trainer und Psychologe gefordert.
Reinhard Hölscher ist beim Handball-Bezirksligisten SC Nordwalde als Trainer und Psychologe gefordert. Foto: Thomas Strack

Wenn die Handballer aus dem Kreis Steinfurt am Wochenende wieder den Spielbetrieb aufnehmen, dann lohnt es sich für einige Teams, noch einmal richtig Gas zu geben. Grund ist die bevorstehende Liga-Reform zur kommenden Saison 2016/17, in der die Bezirksligen aufgelöst und in die Kreise zurückgeführt werden.

Der SC Nordwalde, derzeit Vorletzter der Bezirksliga, ist gefordert, diesen Rang zu verteidigen. Denn Platz 13 würde reichen, um sich für die neue „Kreisoberliga Euregio-Münsterland“ zu qualifizieren. Und in der Kreisliga haben die derzeit führenden Teams Arminia Ochtrup und TB Burgsteinfurt beste Chancen, im kommenden Jahr in dieser neuen Spielklasse dabei zu sein. Denn die Kreisoberliga wird mit den besten Kreisligisten der Saison 2015/16 aufgefüllt, um auf die vorgesehene Staffelstärke von zwölf Mannschaften zu kommen.

Gerade vor diesem Hintergrund hat sich der SC Nordwalde einiges für die Rückrunde vorgenommen. „Natürlich werden wir alles versuchen, um uns für die neue Spielklasse zu qualifizieren“, betont Reinhard Hölscher. Die erste teambildende Maßnahme hatten die Nordwalder am 29. Dezember eingeleitet. Bei einem gemeinsamen verspäteten Weihnachtsessen nutzten Trainer und Spieler die Zusammenkunft in Münster, um sich auf die gemeinsame Sache einzuschwören. „Wir haben keine Top-Shooter oder Überflieger in der Mannschaft. Deshalb können wir unser Ziel nur mit ausgeprägtem Teamgeist erreichen“, erläutert Hölscher.

Dass der erfahrene Trainer gerade in dieser Hinsicht besonders gefordert wird, kristallisierte sich bereits nach wenigen Saisonspielen heraus. „Es macht keinen Spaß, nur zu verlieren“, verkündet der Coach.

Daran jedoch musste sich der SC Nordwalde im Laufe der Hinserie gewöhnen. Deshalb bestand Hölschers Hauptaufgabe darin, seine Jungs bei Laune zu halten. „Dass es dabei auch mal knirscht im Gebälk, war mir schon klar.“

Doch die wohl positivste Erkenntnis einer mickrigen Zwischenbilanz von 3:23 Punkten ist, dass die Nordwalder den Glauben an sich noch nicht verloren haben. Und das ist auch Hölschers Verdienst. Wohl selten zuvor wurde der Trainer, der unter anderen schon bei der Spielvereinigung Versmold, Grün-Weiß Nottuln, HSC Gronau und Sparta Münster gearbeitet hatte, in dieser Hinsicht so gefordert. Doch die psychologische Aufbauarbeit zahlte sich aus. So holte der SCN seine drei Punkte am 6. und 12. Dezember. Zu einem Zeitpunkt also, als es zuvor schon den Anschein erweckte, die Mannschaft habe jegliche Hoffnung verloren.

Vor allem der Sieg gegen die „Zweite“ des VfL Senden war ein deutliches Lebenszeichen. Darauf gilt es in der Rückserie aufzubauen. „Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken. Wir wollen noch für die eine oder andere Überraschung sorgen“, verspricht Hölscher. Damit unter den zwölf Clubs der neuen Kreisoberliga auch der SC Nordwalde vertreten sein wird – gemeinsam mit Arminia Ochtrup, dem TB Burgsteinfurt und vielleicht auch dem TV Jahn Rheine.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3722269?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686802%2F