Handball in der Kreisliga Herbstmeister mit Sternchen

burgsteinfurt -

Die Herren des TB Burgsteinfurt haben sich in überzeugender Manier die Herbstmeisterschaft in der Kreisliga gesichert. Stephan Nocke, seit Sommer Trainer der Stemmerter, ist entsprechend zufrieden. Trotzdem sieht der Coach noch Luft nach oben.

Von Günter Saborowski
Herrlich, wie sich der Mann aufregen kann: Stephan Nocke, der Trainer der Stemmerter Handballer, kann sich richtig aus der Haut fahren, wenn er etwas sieht, was ihm gar nicht schmeckt. Ansonsten ist der 35-Jährige aber eher ein Mensch der leisen Töne.
Herrlich, wie sich der Mann aufregen kann: Stephan Nocke, der Trainer der Stemmerter Handballer, kann sich richtig aus der Haut fahren, wenn er etwas sieht, was ihm gar nicht schmeckt. Ansonsten ist der 35-Jährige aber eher ein Mensch der leisen Töne. Foto: Thomas Strack

Die Frage nach der Zufriedenheit des Trainers stellt sich angesichts einer Bilanz von 22:0 Punkten aus elf Spielen bei den Handballern des TB Burgsteinfurt eher nicht. Oder? „Böse Frage“, antwortet Stephan Nocke als betroffener Coach. „Angesichts des Tabellenstandes und der absolvierten Spiele bin ich natürlich zufrieden. Auch mit der Trainingsbeteiligung und der Leistung der Mannschaft“, sagt Nocke, der in dieser Woche sein Engagement beim Turnerbund um ein Jahr verlängert hat, ebenso wie sämtliche Spieler. Es folgt das Aber, denn „ich sehe in den Spielen noch viele Dinge, die noch nicht funktionieren. Ich möchte noch mehr Tempospiel sehen. Wir müssen unsere Laufwege noch verbessern“, droht Nocke an, dass das Training künftig anstrengender wird. Oder? „Ja“, lautet die kurze Antwort.

„Wir müssen unseren Blick für die Situation, für den freien Mann“ intensivieren. „Von der Bank aus sehen wir das, im Feld aber noch nicht.“ Außerdem will der Stemmerter Coach die offensive Deckung weiter ausbauen, hin zu einer 3:2:1-Formation. „Dafür müssen wir noch fitter werden“, so Nocke, der eigens dafür mit Tim Weingarten aus Kamen einen Lauftrainer engagiert hat. Der Aufstieg in die Bezirksliga (oder Bezirksoberliga) soll nach der Ligenreform offensichtlich nur eine Durchgangsstation sein. Oder? „Darüber sprechen wir noch nicht“, sagt er.

Doch bei allem Fleiß, viel Schweiß und guten Ergebnissen – in puncto Verletzungen hat der Turnerbund – ganz anders als der Ortsnachbar vom TV Borghorst zum Beispiel – Schwein gehabt und blieb davon weitestgehend verschont. „Bis auf Michael Tasche und andere kleine Wehwehchen. Aber das ist auch ein Erfolg unseres Trainings. Wir haben Kraft, Koordination und Muskelaufbau verbessert und arbeiten mit einer Physiotherapeutin, Romina Stenzel, zusammen. Davon profitieren wir jetzt“, sagt Stephan Nocke, der offensichtlich nichts dem Zufall überlässt.

Auch nicht beim Siebenmeter, wo Stephan Kretzschmar und Thorben Steenweg erste Wahl sind. Auch hier ein Aber, denn 65 bis 70 Prozent Trefferquote dürften ebenfalls verbesserungswürdig sein. „Jeder Torwart verhält sich anders in seinem Bewegungsablauf. Das kann man schlecht trainieren“, sagt der Mann, der selbst noch in der Verbandsliga für Harsewinkel aushilfsweise tätig ist. Als Schnapper natürlich.

Dass Nocke zusätzlich zu Physio und Lauftrainer noch einen Psychologen auf die Gehaltsliste nehmen will, um die Auswärtsschwäche seiner Mannschaft abzustellen, ist allerdings ein Gerücht. „Wäre eine Überlegung wert. Wir sind zwar auswärts ungeschlagen, spielen aber lange nicht so dominant wie in der eigenen Halle. Woran das liegt? Ich weiß es nicht.“

Doch bei all den Haaren, die der Mann mit der eigenwilligen Frisur noch in seiner Herbstmeister-Suppe findet, will er das Positive nicht vergessen zu erwähnen: „Das ist das Verhalten der Mannschaft. Sie ist immer voll dabei, zieht komplett mit, ist mit voller Kapelle beim Training. Da haben wir keine Ausfälle. Außerdem haben wir ein tolles Publikum, das uns in der Halle super unterstützt“, fühlt sich Stephan Nocke in der Willibrordhalle pudelwohl und freut sich über die Hilfe „von oben“.

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Wir müssen unseren Blick für die Situation, für den freien Mann verbessern.

Stephan Nocke

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Jeder Torwart verhält sich anders in seinem Bewegungsablauf.

Stephan Nocke

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