Fußball: Kreisliga B Der Knie-Fall

Greven/gimbte -

Es gibt viele Partien, in denen ist Adam Kozakowski gar nicht sichtbar. Das Spiel plätschert dahin, Gimbtes Torjäger Nummer eins trabt zwischen 16er und Mittelkreis auf und ab, und irgendwann ist er dann doch da. Als Vorbereiter, als Mann fürs entscheidende Ablenkungsmanöver oder halt als Schütze. Jahrelang schon ist der Spieler mit der Rückennummer elf so etwas wie eine Lebensversicherung für den Klub aus der Schlage. Damit ist nun vorerst Schluss.

Von Ulrich Schaper
Adam Kozakowski 
Adam Kozakowski  Foto: Ulrich Schaper

Im Spiel gegen Westfalia Kinderhaus III hat sich Kozakowski ohne Fremdeinwirkung am Knie verletzt. Die niederschmetternde Diagnose: Kreuzbandriss. Bereits gestern musste sich der Torjäger einer OP unterziehen und fällt damit voraussichtlich für Monate aus.

„Das ist für uns, vor allem aber für Adam ein ganz bitterer Moment“, sagt Gimbtes Trainer Dragan Grujic. Seine Mannschaft hat sich in dieser Saison so gut präsentiert, wie lange nicht und spielt folglich um den Aufstieg mit. Derzeit beträgt der Rückstand auf Spitzenreiter BW Greven fünf Punkte – gewinnt Gimbte das Nachholspiel gegen Havixbeck (Donnerstag, 19.30 Uhr) sind es nur noch zwei.

„Adam ist für uns nicht zu ersetzen – gar nicht mal wegen seiner Tore. Aber wie er für das Team arbeitet, ist vorbildlich“, sagt Grujic, der um Optimismus bemüht ist. „Unsere Ausgangslage ist immer noch sehr gut – jetzt sind halt andere gefragt.“ Tatsächlich ist Kozakowski mit acht Treffern zwar Gimbtes Top-Torjäger, aber auch andere haben sich zielsicher präsentiert. Daniel Helmes etwa mit sieben Toren oder Philipp Sprakel (6), Fabian Rink (4), Edin Sadikovic (4) und Pascal Zickermann (4). „Die Tore werden weiterhin fallen, egal durch wen“, ist Grujic sich sicher.

An diesem Wochenende geht es für den Tabellenzweiten gegen den FC Mecklenbeck. Spitzenreiter Greven hat es am vergangenen Spieltag vorgemacht und eine 6:1-Regierungserklärung abgegeben. „Ich habe das Spiel gesehen. Das Ergebnis liest sich sehr deutlich. Aber auch Mecklenbeck hatte Chancen. Entscheiden war, dass Greven zum richtigen Zeitpunkt getroffen hat.“ Dann sei Mecklenbeck regelrecht „auseinandergefallen“. Das Ergebnis verleitet Grujic gleichwohl nicht, den FC auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die haben vor dieser Niederlage sieben Spiele in Reihe gewonnen. Die sind mit Vorsicht zu genießen.“

►  Spitzenreiter Greven empfängt am Sonntag derweil die Reserve von Wacker Mecklenbeck. „Wir haben gegen Mecklenbeck in der Hinrunde was liegen lassen – die Jungs sind sich bewusst, dass das kein Selbstläufer ist“, sagt Peter Talmann. „Wir wissen, dass wir in jedem Spiel wach sein müssen. Als Tabellenführer sind wir das Team, das jeder schlagen will.“ Auf Nils Niehues (verletzt) und Niklas Berkemeier muss der BW-Trainer verzichten.

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