Handball: Landesliga Greven sendet ein starkes Signal an die Konkurrenz

Greven -

Eine echte Überraschung gelang den Landesliga-Handballerinnen des SC Greven 09 am Sonntagabend beim BSV Roxel. „Ich hatte darauf gehofft, dass wir mit einem Unterschied von weniger als zehn Toren verlieren würden“, erinnerte Trainer Bogdan Oana an die nicht besonders optimistische Prognose, die er vor dem Auswärtsspiel abgegeben hatte. Das tatsächliche Ergebnis hätte kaum weiter davon entfernt sein können

Von Heidrun Riese
Katharina Horsthemke war mit neun Toren treffsicherste 09-Schützin.
Katharina Horsthemke war mit neun Toren treffsicherste 09-Schützin. Foto: Heidrun Riese

Mit 31:21 (14:9) gewannen die 09-Damen haushoch gegen die Mannschaft aus Münsters Westen und sicherten sich dadurch sogar die Tabellenführung. So früh in der Saison wollte Oana der Platzierung nicht allzu große Bedeutung beimessen, freute sich aber über eine schöne Momentaufnahme.

Die Grevenerinnen starteten nicht gerade unter den besten Voraussetzungen in diese Begegnung. Neben den bekannten Verletzten gab es noch weitere Ausfälle, unter anderem fehlten beide Torhüterinnen. Für sie sprang Nadja Quadflieg aus der A-Jugend ein und erwies sich als überaus würdige Vertretung. Oana lobte die Nachwuchskeeperin für ihre hervorragende Leistung: „Sie hat 60 Minuten lang sehr gut gehalten.“ Ansonsten kamen vor allem die Stammkräfte zum Einsatz, die ebenfalls über die volle Distanz powerten. „Wir haben im ganzen Spiel nur zweimal gewechselt“, berichtete der 09-Coach. Er hatte auch keinen Grund, die Taktik oder die Besetzung im Laufe der Partie zu ändern. Denn es fluppte einfach beim SCG-Team. „Von A bis Z hat alles funktioniert.“

Während die Chancenauswertung im Heimspiel gegen die HSG Union 92 Halle vor einer Woche noch ziemlich durchwachsen gewesen war, nutzten die 09-Damen ihre Möglichkeiten diesmal wesentlich besser. „Dadurch, dass wir im Angriff so effektiv waren, konnten wir uns schnell absetzen“, freute sich Oana. Ein einziges Mal holte Roxel seine Gäste ein (2:2, 9.), danach gingen die Grevenerinnen direkt wieder in Führung und bauten diese kontinuierlich aus. Über 7:3 (Nikoletta Tiba, 14.) und 12:7 (Inga Seiffert, 24.) arbeitete sich das SCG-Team zum 14:9-Halbzeitstand vor.

Zum Torerfolg kamen die 09-Damen übrigens hauptsächlich durch den positionellen Angriff, was der Trainer mit dem guten Rückzugsverhalten des Gegners begründete. „Über die erste Welle wären wir nur bei einer hundertprozentigen Passchance zum Zuge gekommen“, erklärte Oana, der auch nur wenige Treffer zählte, die über die zweite Welle entstanden waren. „Roxel ist immer noch eine gute Mannschaft“, betonte er, „und wird sich in den nächsten Wochen mit Sicherheit noch steigern.“ Aber die Grevenerinnen waren am Sonntagabend eben einfach besser, auch in der Abwehr. „Die Mädels haben so wenig durchgelassen wie möglich.“

Und so bauten sie ihre Führung nach dem Seitenwechsel weiter aus. Nach einer Sieben-Tore-Serie zum 22:13 (46.) lagen die 09-Damen schließlich überdeutlich vorne, beim 24:14 nach einem Doppelschlag von Katharina Horsthemke (49.) dann auch erstmals mit einem Unterschied von zehn Toren – genau dem Vorsprung, mit dem sie später auch gewinnen sollten.

SC Greven 09 : Quadflieg – Horsthemke (9/4), Tiba (8), Seiffert (7/5), Vennemann (4), Langkamp (1), Everwin (1), N. Mikowsky (1), Hufelschulte, Lake, L. Mikowsky, Hericks.

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