Speckbrett: 51. Stadtmeisterschaften
90 Jahre nach den Anfängen wird in Münster weiter fleißig gespielt

Münster -

Außerhalb Münsters ist der Sport nahezu unbekannt, in der Domstadt hat das Speckbrettspiel dagegen eine lange Tradition. Ein Jahr nach der Jubiläumsauflage steigen nun die 51. Stadtmeisterschaften. Los geht es mit dem Mixed.

Mittwoch, 21.08.2019, 17:20 Uhr aktualisiert: 21.08.2019, 20:14 Uhr
Volkssport in Münster: Speckbrett. Foto: Jürgen Peperhowe

Im Jahr nach der Jubiläumsausgabe wird es schwer, deren Marke (195 Teilnehmer) zu knacken – doch die Veranstalter der 51. Stadtmeisterschaften im Speckbrett sind zuversichtlich, dass sich die Beteiligung erneut auf einem guten Niveau bewegt. Irgendwo zwischen der Zahl von 2018 und dem Level davor (um die 150) dürfte sich die Resonanz am Ende einpendeln. An fünf Wochenenden wird ab sofort gespielt. An der Sentruper Höhe, beim diesjährigen Ausrichter SV Münster 91 in Sudmühle und beim TuS Hiltrup.

„Richtig einschätzen können wir noch nicht, wie viele diesmal dabei sind“, sagt Timo Höppner aus dem Organisatorenteam. „Aber ich sehe uns auf einem guten Weg. Das letzte Jahr muss auch nicht der Maßstab sein, das war schon was Besonderes.“

Doch auch jetzt gibt es einen kleinen Grund zu feiern. Die Sportart, die mittlerweile nahezu ausschließlich in Münster, hier aber äußerst rege, betrieben wird, fand vor genau 90 Jahren ihren Ursprung. Im Turnierheft, das seit wenigen Tagen an den zahlreichen Plätzen im Stadtgebiet ausliegt, wird detailgetreu beschrieben, wo die Anfänge der Holzschläger-Booms lagen. So ist überliefert, dass 1929 am Titisee im Schwarzwald eine Ferienfreizeit der SV 91 stattfand, bei der die Jugendlichen improvisierten und das Küchengerät für ihr tennisähnliches Spiel zu einem Sportracket umfunktionierten. Der Rest ist bekannt.

Zum Auftakt 2019 sind gleich viele der besten Cracks gefordert. Im Mixed, das Samstag in Sudmühle ausgetragen wird, sind acht Paare gemeldet, die Tennis-Spielerinnen des bisherigen Zweitligisten TC Union sind allerdings nicht dabei. An selber Stelle geht am Sonntag das Jungsenioren-Einzel 40+ über die Bühne. Hier treten viele ehemalige Champions an, etwa Titelverteidiger Bastian Kötter, Höppner selbst oder nach zweijähriger Abstinenz Tim Gieseler. Parallel wird an der Sentruper Höhe das Senioren-Einzel 50+ gespielt. Die Finals in allen 13 Klassen sind für den 21. September (Samstag) in Sudmühle angesetzt.

Anmeldungen für alle Konkurrenzen im Netz:

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6864433?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Umstrittenes Einkaufszentrum soll weitergebaut werden
Die Arbeiten am Hafencenter ruhen. Über Veränderungen am Projekt, die Grundpfeiler für einen neuen Bebauungsplan sind, wurde jetzt Einigung erzielt.
Nachrichten-Ticker