Volleyball
Stützpunkt-Trainer Christian Wolf holt sich Input bei der Nationalmannschaft

Münster -

Lehrgang in Heidelberg, Turnier in Montreux, Nations League in Ningbo (China): Eine Menge neue Erfahrungen und Eindrücke sammelt Christian Wolf derzeit. Seine Aufgabe am Bundesstützpunkt Münster, den er Ende Juli verlässt, vernachlässigt er aber dabei nicht.

Montag, 24.06.2019, 16:06 Uhr aktualisiert: 25.06.2019, 16:16 Uhr
In der zweiten Reihe, aber doch mitten drin: Christian Wolf, Coach am Bundesstützpunkt Münster, ist in diesem Sommer als Assistent von Bundestrainer Felix Koslwoski (M.) mit der deutschen Nationalmannschaft um Jennifer Geerties, Marie Schölzel und Louisa Lippmann unterwegs. Foto: FIVB

Christian Wolf ist im Aufbruch. Nach fünf Jahren als Trainer am Bundesstützpunkt verlässt er im Sommer Münster und stellt sich neuen Herausforderungen. Wohin es ihn genau verschlägt, ist noch nicht spruchreif. Was aber feststeht: Wolf geht mit reichlich neuem Input in seinen neuen Job, als Teil der deutschen Frauen-Nationalmannschaft sammelt er gerade Erfahrungen auf höchstem Niveau.

Im Frühjahr kam von Bundestrainer Felix Koslowski die Anfrage, ob Wolf die DVV-Auswahl als Assistent durch die vollgepackten Sommermonate begleiten möchte. Und der scheidende Coach des Stützpunktteams VCO Münster sagte nach Rücksprache mit seinem Arbeitgeber, dem Westdeutschen Volleyball-Verband (WVV), zu. Selbstverständlich. „Neue Dinge lernen, in einer anderen Position arbeiten und mal raus aus der Komfortzone: All dies wollte ich machen und habe es bei der Nationalmannschaft gefunden. Es ist super spannend. Da habe ich wohl eine Sechs gewürfelt“, sagt Wolf, der seit Ende April und dem ersten DVV-Lehrgang in Heidelberg im Kreis der deutschen Auswahl ist.

Viele alte Weggefährten

Als klare „Assistenztrainer-Tätigkeiten“ umschreibt er sein Aufgabenfeld. Von der Aufwärmphase bis hin zum Scouting des Gegners beim Side-Out, Aufschlag oder Block – Wolf ist der Mann, der aus der zweiten Reihe agiert. „Für mich ein ganz anderer Job als sonst als Headcoach““, erklärt der 33-jährige gebürtige Heilbronner, der bei der Nationalmannschaft eine Menge alter Weggefährten antraf, die ihm die Eingewöhnung erleichterten. Mit Louisa Lippmann, Hannah Orthmann oder Leonie Schwertmann hatte er früher bereits in Münster zusammengearbeitet, Linda Bock kannte er aus der WVV-Auswahl und Elisa Lohmann lotste er zu seiner Schweriner Zeit ins dortige Leistungszentrum. Teammanager Michael Döring ist einer seiner besten Kumpels, Lisa Thomsen als zweite Teammanagerin war bis zuletzt beim USC – und nicht zu vergessen Andreas Vollmer, mit dem er sich zu dessen Zeit als Cheftrainer am Berg Fidel regelmäßig wie intensiv ausgetauscht hatte. „So hat es sich vielleicht ein bisschen schneller eingespielt“, meint Wolf.

Das Traditionsturnier in Montreux Mitte Mai sowie die beiden Nations-League-Stationen in Stuttgart und Ningbo (China) waren Wolfs erste Härtetests unter Wettkampfbedingungen, mit dem Turnier in Kaliningrad Ende Juli sowie der Olympia-Qualifikation Anfang August folgen weitere „spannende Aufgaben“.

Wolf trifft Wolff

Doch auch seinen Job in Münster hat Wolf trotz des Engagements beim DVV weiter im Blick. Schließlich ist er bis Ende Juli noch für die Stützpunkt-Talente zuständig und möchte seinem Nachfolger Justin Wolff „die bestmögliche Übergabe der Welt“ bescheren. Nach Montreux war er für drei Wochen nach Münster zurückgekehrt und hatte sich mit dem künftigen Coach sowie mit Jürgen Aigner (WVV-Vizepräsident) und Wolfgang Schütz (WVV-Sportdirektor) getroffen, um den Neuen vorzubereiten und ihm den einen oder anderen Tipp mitzugeben. „Wir haben ihm erzählt, was wir in den vergangenen Jahren so gemacht haben, welchen Weg wir gegangen sind“, sagt Wolf.

Am 9. Juli mit dem offiziellen Saisonabschluss und dem Urlaubsbeginn der Talente endet seine Zeit in Münster endgültig – viel Raum für Langeweile wird nicht haben. Zu sehr ist Wolf in diesem Sommer im Aufbruch.

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