Rudern: Weltcup in Posen
RVM-Duo mit Höhen und Tiefen

Münster -

Frust zum Auftakt, Erleichterung zum Abschied: Ida Kruse und Felix Brummel vom RV Münster hoben sich ihre besten Rennen für die Finals des Weltcups in Posen auf. Leider nur für die B-Finals. Dennoch fällt das Fazit zufriedenstellend aus.

Sonntag, 23.06.2019, 13:46 Uhr aktualisiert: 24.06.2019, 10:10 Uhr
Platz zwei im B-Finale: Ida Kruse (2. von vorn) war mit dem ersten Saisoneinsatz im DRV-Vierer zufrieden. Foto: Detlev Seyb/meinruderbild.de

Der Ruder-Weltcup in Posen dürfte im Jahresrückblick von Felix Brummel und Ida Kruse wohl keinen Höhepunkt darstellen, möglicherweise jedoch rückblickend einen wichtigen Schritt dorthin. Beide Aktive des RV Münster verpassten mit ihren Vierern die A-Finals und mussten bereits am frühen Sonntagvormittag im Kampf um die hinteren Plätze ran, als sich die schnellsten Quartette noch in aller Ruhe auf ihre finalen Auftritte vorbereiteten. Immerhin verabschiedete sich Brummel mit einem Sieg im B-Finale und damit als Weltcup-Siebter aus Polen, Kruse kam im letzten Lauf hauchdünn hinter dem britischen Boot ins Ziel: Platz acht im Weltcup – auch das bleibt als gutes und ausbaufähiges Ergebnis. „Wir sind sehr glücklich. Wir wissen jetzt, woran wir in den nächsten Wochen arbeiten können und wissen, dass da noch was geht“, sagt die 22-Jährige, die erst seit wenigen Wochen mit Sophie Oksche, Juliane Faralisch und Alexandra Hoeffgen im Boot sitzt – und jetzt schrittweise auf WM-Niveau klettern will.

Das hatte Brummel gemeinsam mit Felix Wimberger, Maximilian Planer und Nico Merget vermeintlich schon erreicht. Platz drei bei der Europameisterschaft war ein deutliches Aufbruchsignal – doch prompt folgte der erste Rückschlag: In Posen gesellte sich zu den ersten Anlaufproblemen auch noch das Pech. Rang drei im Vorlauf bescherte dem DRV-Vierer Nachsitzen im Hoffnungslauf, dort reichte der zweiten Rang haarscharf für einen Platz im Halbfinale. Gleich der Start war verkorkst: Eine Windböe kam auf und der Vierer handelte sich auf den ersten fünf Schlägen direkt eine halbe Bootslänge Rückstand ein. „Unser Plan war damit dahin, aber die Mannschaft ist cool geblieben und hat ihren Rhythmus und den Streckenschlag gefunden“, analysierte Bundestrainer Tim Schönberg, der eine Steigerung gegenüber dem Vortag feststellte. Auch Brummel blickte trotz des Rückschlags positiv nach vorne: „Das war eine gute kämpferische Leistung. Wir haben Schwächen erkannt und versuchen, sie jetzt auszumerzen und dranzubleiben.“ Beim B-Finale am Sonntag lieferte die Crew dann das beste Rennen des Wochenendes ab. „Platz sieben ist sicher nicht schlecht. Aber wir ärgern uns, dass wir ein Rennen wie heute nicht schon am Freitag oder Samstag gefahren sind“, erklärte Brummel.

Mitte Juli gibt es beim nächsten Weltcup in Rotterdam Gelegenheit, dann doch etwas für den Jahresrückblick zu tun.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6715790?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F
Münsteraner spielt um zehn Millionen Dollar
Der Münsteraner Hossein Ensan – hier ein Archivbild – spielt in Las Vegas um zehn Millionen Dollar.
Nachrichten-Ticker