Fußball: Oberliga
Oberliga verkompliziert Platz-Puzzle beim SC Preußen Münster

Münster -

Ein Rasenplatz – vier hochklassig spielende Mannschaften mit den Bundesliga-Junioren, dem Drittliga-Team und dem neuen Oberligisten der zweiten Mannschaft: Zu viel für die Arena an der Hammer Straße oder alles eine Frage der Organisation?

Dienstag, 14.05.2019, 17:28 Uhr aktualisiert: 14.05.2019, 17:32 Uhr
Nur selten kann man im Preußen-Stadion das Gras wachsen hören: In der kommenden Spielzeit wird das Geläuf wahrscheinlich noch häufiger strapaziert als bisher. Foto: Alexander Heflik

Sören Weinfurtner macht sich die Sache ganz schön einfach. Der 40-Jährige führt die Zweitvertretung des SC Preußen Münster mir nichts, dir nichts in die Oberliga, hinterlässt im Preußenstadion einen ramponierten Rasen und kommt mit einer galanten Eiswürfeldusche davon. Mit den folgenreichen Konsequenzen dieses Höhenflugs der U-23-Auswahl muss sich dagegen Bernhard Niewöhner auseinandersetzen. Doch der kaufmännische Geschäftsführer der Preußen gibt zumindest Teilentwarnung: „Keine Sorge, natürlich bedarf es in der Oberliga zum Teil anderer Herausforderungen als in der Verbandsliga, aber es war sicherlich viel schwieriger, den Aufstieg zu schaffen.“ Tatsächlich freut man sich beim SCP sehr darüber, die Zweitvertretung jetzt sportlich einen wichtigen Schritt dichter ans Drittliga-Team herangeführt zu haben. An den organisatorischen Nebenschauplätzen soll und wird das Unternehmen jetzt sicher nicht scheitern, so Niewöhner.

„Meine Idealvorstellung wäre es natürlich, wenn nach Möglichkeit weiter auf dem dann neu gestalteten Kunstrasen gespielt werden könnte“, sagt der Mann, der seit vier Jahrzehnten für die Preußen und da meist mit dem Nachwuchs im Einsatz ist – und dem auch als Geschäftsführer die Jugend besonders am Herzen liegt. Dazu zählt naturgemäß auch noch die U 23, die allerdings nicht erst in der Oberliga, da aber mehr noch als zuletzt, ein professionelles Umfeld benötigt. „Wenn dann Vereine wie Westfalia Herne und LR Ahlen kommen, dann wird es aus sicherheitstechnischen Gründen schwieriger, dann müssen wir uns etwas überlegen“, macht sich Niewöhner keine Illusionen darüber, dass das ohnehin komplizierte Platz-Puzzle bei den Preußen sich noch weiter zuspitzen könnte.

Mit den A-Junioren-Bundesligisten hat aktuell bereits ein zweites Team Zutritt zum mittlerweile gar nicht mehr englischen Rasen im Stadion, mit dem frisch gebackenem Oberligisten könnte demnächst ein drittes Team der ohnehin geschundenen Grasnarbe zusetzen. „Das war mit den A-Junioren in der laufenden Spielzeit schon nicht immer einfach – und man weiß ja auch, was unser Cheftrainer davon gehalten hat, wenn der Rasenplatz zu häufig genutzt wurde. Aber wir haben einen sehr guten Platzwart. Das hat man am Sonntag gesehen, als die Zweite einen Tag nach der Karlsruher Aufstiegsfeier auf einem sehr guten Platz spielen konnte. Das macht ein bisschen Hoffnung.“ Doch, auch das weiß Niewöhner aus Erfahrung, „dann kommen der Oktober und der November mit Regen und Graupel – und dann muss man sich überlegen, den Platz so zu zerhacken, dass die Profis nicht mehr auf ihm spielen können.“

Grundsätzlich werde es darum gehen, die Lücken in den Spielplänen auszuloten. „Zudem gibt es viele Vereine auch in der Oberliga, gegen die wir völlig problemlos auf dem Kunstrasen spielen können. Wenn Paderborn II kommt, sollte es zum Beispiel keine Probleme geben.“ Mögliche Engpässe werden dann aufgelöst, wenn sie auftreten. „Dafür müssen uns erst einmal die Spielpläne vorliegen“, so Niewöhner, der verspricht, dass sich Aufstiegstrainer Sören Weinfurtner um solche Nebensächlichkeiten weiterhin keinen Kopf wird machen müssen.

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