Volleyball: Bundesliga Frauen
USC scheitert gegen Aachen an Problemen in Angriff und Annahme

Münster -

Der Frust war natürlich groß bei den Spielerinnen des USC Münster. Nach dem guten Start gegen die Lib Aachen kam nicht mehr viel. Doch gerade die jungen Spielerinnen wollen aus solchen Phasen lernen – und bekommen Zuspruch.

Sonntag, 24.03.2019, 14:38 Uhr aktualisiert: 24.03.2019, 14:56 Uhr
Mit hängenden Köpfen schlichen Mareike Hindriksen (l.), Linda Bock und Co. nach dem 0.3 gegen Aachen vom Feld. Foto: Jürgen Peperhowe

Gute Miene zum bösen Spiel – so in etwa war das Szenario in der Halle Berg Fidel nach dem 0:3 gegen die Ladies in black Aachen. Während die Gäste mit ihrem lautstarken Anhang bei „Oh, wie ist das schön“-Gesängen feierten, mussten die Spielerinnen des USC Münster am Netz für ein Sponsorenbild ihr feinstes Sonntagslächeln am Samstagabend aufsetzen – an einem gebrauchten Samstagabend wohlgemerkt. Die Enttäuschung weglächeln, das klappte nur für diesen Schnappschuss. Ansonsten war der Frust spür- und greifbar. „Das hatten wir uns anders vorgestellt“, sagte Libera Lisa Thomsen nach dem ernüchternden Ende der Hauptrunde, die der USC als Siebter und damit hinter seinen Erwartungen abschloss.

Dabei war alles angerichtet. 2612 Zuschauer, tolle Stimmung und zuletzt drei Siege in Serie hätten die Basis für einen erfolgreichen Abend sein können. Doch es kam ganz anders, nach einem ansehnlichen ersten Durchgang brach Münster phasenweise regelrecht ein. „Wir haben da zwei, drei Fehler gemacht und den Satz dann hergeschenkt. Danach war es für uns schwer, da wieder rauszukommen, es hat uns schon ein wenig heruntergezogen“, sagte Luisa Keller, die fast sinnbildlich für den USC-Auftritt stand. Stark angefangen und dann stark nachgelassen. So lag Münsters Angriffsquote bei nur 26 Prozent, die in der Annahme gar nur bei 25.

Zu wenig, um Aachen über die Distanz gefährden zu können. „Wir haben keine Lösungen gefunden. Dabei hatte es im Training ganz anders geklappt“, erklärte Bock, die als Angreiferin in der Startformation des USC stand. Neben der 18-Jährigen trugen mit Lina Alsmeier (18) und Luisa Keller (17) zwei weitere Teenager die Last im Angriff – eine Bürde, die sich diesmal als zu groß erwies. „Da merkt man, dass wir eine junge Mannschaft sind. Aber aus so einem Spiel, wie ich sie früher auch oft hatte, können alle nur lernen. Wir geben weiter Vollgas und schauen mal, was gegen Schwerin geht“, sagte Thomsen mit Blick auf das anstehende Playoff-Viertelfinale gegen den Deutschen Meister.

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