Basketball: 2. Liga Pro B
Souveräner Erfolg der WWU Baskets gegen Herzöge Wolfenbüttel

Münster -

Auf diesen Rekord waren alle scharf, die es mit den hiesigen Basketballern halten. Erstmals meldeten die WWU Baskets Münster ein ausverkauftes Haus und zogen 3000 Zuschauer nach Berg Fidel. Die Superlative in der  2. Liga Pro B sind ein Markenzeichen des beliebten und umjubelten Aufsteigers, der wieder lieferte und das erstmals ziemlich mühelos bis zum höchsten Erfolg der Serie.

Sonntag, 10.02.2019, 12:49 Uhr aktualisiert: 10.02.2019, 13:52 Uhr
Kollektiver Jubel auf der Bank der WWU Baskets. Foto: Wilfried Hiegemann

Das 75:51 (43:22) über die Herzöge Wolfenbüttel, den bisher schwächsten Gast,  war im vorletzten Normalrunden-Heimspiel der sechste Sieg am Stück und der 14. insgesamt. Schnurstracks marschiert der Spitzenreiter gen Playoffs und will ab dem 2. März aus starker Position heraus das Achtelfinale anpacken. Gegen einen Süd-Vertreter wird dann wieder Neuland betreten.

388 Zuschauer schauen im Schnitt zu, wenn die herzoglichen Korbjäger daheim antreten. Jetzt sahen sie sich 3000 gegenüber und fanden es nach Trainer Steven Esterkamps Worten „ziemlich laut“, was sich in hibbeliger Nervosität niederschlug. Dass Centergröße Dejan Kovacevic fehlte, war sicher ein Nachteil.

Unterm Korb füllte niemand die Lücke, aber es gab auch kaum welche. Denn wieder einmal brillierte Münster durch rigoros-konsequente Abwehrarbeit und kaufte auf nahezu jeder Position dem Gegenüber den Schneid ab. „Defensiv grandios“ fand Trainer Philipp Kappenstein die Leistung in diesem Bereich, den die Baskets konzentriert und im Kollektiv aufmerksam abschirmten. Mit 48:30 ging der Reboundvergleich an die durchweg Willigen. Mit zehn Zugriffen ragte Malcome Delpeche heraus. 

Einsatzzeiten großzügig verteilt

Münster merkte schnell, die Chance des Abends nutzen zu können, um stressfrei wie nie zuvor bestehen zu können. „Das haben wir uns erarbeitet“, sagte Kappenstein, der meistens gehörig unter Dampf steht an der Außenlinie, jetzt aber aus „wunderbarer Lage heraus“ vor allem damit beschäftigt war, die Einsatzzeiten großzügig zu verteilen.

Das gesamte Spielerdutzend kam an den Ball, die fünf Minuten für Center Daniel Woltering waren schon die unterste Marge. „Trotz der Wechsel hat alles hingehauen“, gefiel dem Coach die breite Aufgabenverteilung. Niklas Husmann setzte im vierten Viertel zwei Dreier nacheinander, Aufbau Nico Funk traf einmal aus der Distanz und krallte sich  fünf zweite Bälle. Für Schwung bei den Attacken sorgte er auch.

Verunsicherte Gäste

Nach dem 23:9 im zweiten Viertel waren alle Karten gelegt. Die von einer langen Sieglosserie verunsicherten Niedersachsen blieben fahrig-fehlerhaft im Stückwerkmodus – ihr Manko auf der Aufbauposition war nicht zu kaschieren. Dem Baskets-Spielgestalter Jojo Cooper fehlte mit der Zeit die Herausforderung, die er braucht, um Wirkung zu erzeugen. Der oft so wichtige US-Spieler traf nur zwei seiner zehn Versuche und ließ es später auch an Konzentration im Zuspiel mangeln.

Weil die Abwehr-Arbeit durchweg sehr solide erledigt wurde, ließ sich verschmerzen, dass Münster am Ende sogar mehr Fehlpässe gespielt hatte als der Verlierer – und dass Spieler wie Andrej König oder Leo Padberg genau wussten, schon mehr zum Sieg beigetragen zu haben als am 20. Spieltag.

Punkte:

WWU Baskets: J. König (19/5), Delpeche (15), Goolsby (8/2), Weß (8), Geretzki (7/1), Husmann (6/2), Cooper (5), Funk (4/1), Hänig (2), A. König (1)

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