Volleyball: Bundesstützpunkt
Christian Wolf verlässt nach fünf Jahren den Bundesstützpunkt Volleyball

Münster -

Der Wolf kommt: Diese Nachricht hält Deutschland seit Monaten in Atem, versetzt Schäfer und Jäger in Dauer-Alarmbereitschaft. In Münster geht der Wolf: Diese Nachricht sorgt im Wesentlichen für Bedauern: Christian Wolf wird den Olympiastützpunkt in Münster am Sommer verlassen – und sich ein neues Jagdgebiet suchen ...

Mittwoch, 23.01.2019, 12:46 Uhr aktualisiert: 23.01.2019, 14:36 Uhr
Christian Wolf sucht nach fünf erfolgreichen Jahren am Olympiastützpunkt in Münster ab dem Sommer neue Herausforderungen.

„Es ist Zeit für Veränderungen.“ Fünf schlichte Worte für fünf intensive Jahre. Mit diesem knappen Zitat vermeldet der Volleyballstützpunkt in Münster das bevorstehende Ende einer fünfjährigen Zusammenarbeit: Christian Wolf, aktueller Trainer der Nachwuchstalente am Volleyball-Bundesstützpunkt und des VC Olympia, hat seine Arbeitgeber informiert, dass er sich nach dem Saisonende im Sommer neuen Herausforderungen stellen möchte. Für den 32-Jährigen kein leichter, aber dennoch ein konsequenter Entschluss, wie er auf Nachfrage erklärt: „Auch, wenn es abgedroschen klingt, kann ich sagen: man soll gehen, wenn es am schönsten ist“, so Wolf. „Ich liebe meine Arbeit hier in Münster und ich liebe die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. Ich bin dankbar für das Privileg, mit so talentierten jungen Menschen arbeiten zu dürfen.“

Die Entwicklung der jungen Spielerinnen war seine Aufgabe in den vergangenen Jahren, die eigene Entwicklung das Projekt der Zukunft. Wo und in welchem Kontext, ist allerdings noch offen. „Das ist noch nicht geklärt. Erst musste der Entschluss stehen, mit einer Sache aufzuhören, ehe man sich eine neue Herausforderung suchen kann“, sagt Wolf. „Ich denke, es ist fair, alle Beteiligten so früh wie möglich zu informieren, damit die Nachfolge in Ruhe geklärt werden kann.“ Allemal sollte Wolfs nächster Arbeitgeber ein ähnlich fruchtbares und engagiertes Umfeld bieten, wie der Olympiastützpunkt in Münster: „Mit Menschen, die die gleiche Idee haben, etwas Großartiges zu leisten. Uns ist das hier am Stützpunkt gelungen. Wir haben uns neu aufgestellt, neue Konzepte erarbeitet. Ich habe eine intensive Phase miterlebt und gemeinsam mit allen Beteiligten etwas Gutes daraus gemacht.“

Wolfgang Schütz, in Personalunion Sportdirektor des Westdeutschen Volleyball-Verbandes und Bundesstützpunktleiter, sieht das ganz ähnlich und bedauert diese Entscheidung: „Christian hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter entwickelt, die aktuellen Strukturen mit erarbeitet und vor Ort sehr gute Arbeit geleistet. Daher wäre es schön gewesen, wenn er weiter gemacht hätte. Wir wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass er dem deutschen Volleyball erhalten bleibt.“

Wolf trat im August 2014 die Stelle als Bundesstützpunkttrainer in Münster als Nachfolger von Matthias Warnck an. Zuvor war er als Landestrainer in Schwerin tätig. Der WVV wird in enger Abstimmung mit dem Deutschen Volleyball-Verband (DVV), dem Landessportbund (LSB) sowie dem Olympiastützpunkt Westfalen die Stelle neu besetzen. Mit dem LSB als Arbeitgeber und den vorhandenen Bedingungen in der Volleyballstadt Münster mit Sportinternat und NRW-Sportschule Pascal-Gymnasium sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Arbeiten gegeben.

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