Reiten: K+K-Cup Annabel Frenzen mit Imperius von der Eins auf die Eins

Münster -

In der Dressur von einem Start-Ziel-Sieg zu sprechen, ist sicher nicht der richtige Terminus – und doch passt er im Falle von Annabel Frenzen. Als erste Reiterin musste sie mit Imperius ins Viereck und ließ sich fortan im Prix St. Georges nicht mehr von der Spitze verdrängen.

Von Henner Henning
So sieht ein Siegerlächeln aus: Annabel Frenzen gewann mit Imperius – und das mit der Startnummer eins.
So sieht ein Siegerlächeln aus: Annabel Frenzen gewann mit Imperius – und das mit der Startnummer eins. Foto: Jürgen Peperhowe

Eine Dressurprüfung eröffnen zu müssen, ist eigentlich keine dankbare Aufgabe. Doch Annabel Frenzen machte die ungünstige Startnummer nichts aus, im Sattel von Imperius setzte sie mit 73,171 Prozent direkt eine Marke, an der neben der zweitplatzierten Team-Weltmeisterin Dorothee Schneider mit Smirnoff (73,008 Prozent) auch die übrigen 21 Starter im St. Georges Special für sieben- bis neunjährige Pferde scheiterten.

„Wir haben eine ganz konzentrierte Runde hingelegt. Dass es zum Sieg in diesem tollen Starterfeld mit Dorothee Schneider und Ingrid Klimke reicht, weiß man als Erste nie. Aber es hat auf den Punkt alles geklappt“, sagte Frenzen.

Nicht zum ersten Mal in der gemeinsamen Karriere, in der die Krefelderin schon 2018 im Nürnberger Burgpokal mit Imperius weit vorne mitmischte. Allein die Finalqualifikation fehlte nach drei zweiten Plätzen – einmal lag sie selbst mit Silber Stern davor. „Imperius hat ganz tolle Grundgangarten und hat super Anlagen“, meint Frenzen, die mit den neun Jahre alten Hengst vom Kiefferhof auch in diesem Jahr noch im Burgpokal antreten wird.

Mit Imperius und Silber Stern hat sie zwei heiße Eisen im Feuer – und damit zwei Gründe, ihre Tätigkeit als Assistenzärztin in der Unfallchirurgie des Helios-Klinikums Krefeld auf eine 50-Prozent-Stelle zu reduzieren. Reiten auf diesem hohen Niveau und ein Job im Krankenhaus, das ist nur schwer zu vereinen. „Das letzte Jahr war schon grenzwertig. Ich habe derzeit so tolle Pferde und es macht mir so viel Spaß, dass ich mich dazu entschieden habe“, meinte die Medizinerin.

Spaß hatte im Viereck der Messehalle Nord auch Ingrid Klimke, die ihr Heimspiel immer genießt. Auch wenn es im Sattel des neunjährigen Bluetooth nicht ganz optimal lief und das Duo mit 71,748 Prozent am Ende Fünfter wurde.

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