Fußball: Testspiel
Test gegen Leverkusen macht Preußen Hoffnung

Münster -

Triefend nass wateten die Jungs in die Katakomben. Im strömenden Regen im Schatten der Bay-Arena bot der SC Preußen dem favorisierten Erstligisten Bayer Leverkusen 40 Minuten lang die Stirn. Dann setzte sich doch die Reife und Routine des Teams um den neuen Trainer Peter Bosz durch.

Freitag, 11.01.2019, 19:38 Uhr aktualisiert: 11.01.2019, 19:48 Uhr
Entwischt: Leverkusens Leon Baumgartlinger (l.) kann René Klingenburg nur unfair bremsen. Preußens Rufat Dadashov setzt sich gegen Aleksandar Dragovic durch (kl. Foto). Foto: Sebastian Sanders

4:2 – ein Pflichtsieg für die Werkself, bei dem Münster mehr als nur ein Sparringspartner war und zweimal vor dem Wechsel in Führung ging. Aber: „Wir kriegen wieder zu einfache Gegentore“, ärgerte sich SCP-Coach Marco Antwerpen. Das 1:1 nach eigenem Einwurf, beim 2:2 rückte Abwehrmann Lion Schweers aus der Kette. „Wenn er stehenbleibt, passiert nichts“, so der Coach. Sei’s drum: Dieser Auftritt hat Spaß gemacht, und am Ende haben nach einer ersten harten Trainingswoche schlicht die Kräfte nachgelassen.

„Ordentlicher Auftritt der Preußen“, bilanzierte auch Zaungast Stephan Küsters, der viele Jahre seine Schuhe für die Adlerträger schnürte. Er wohne um die Ecke, da liege der Besuch nahe. Er hielt bei der Kälte 90 Minuten durch – und sah einen Auftakt nach Maß aus Sicht der Gäste. Kevin Rodrigues Pires hatte nach vier Minuten einen Geistesblitz, steckte das Leder in den Strafraum auf Philipp Hoffmann, der Bayer-Tormann Ramazan Özcan flockig zu überwinden wusste – mit einem Flachschuss durch die Stelzen. Führung. Die Freude wog kurz, Lucas Alario glich nur drei Minuten später aus. Der überragende Isaac Kiese Thelin servierte vorzüglich. Münster, im Defensiv-Dreierverbund wieder mit dem lange so vermissten Ole Kittner und dem zuletzt in die Kritik geratenen Kapitän Simon Scherder, stand beim Hammer von Julian Baumgartlinger (15.) brav Pate. Glück gehabt. Einmal schütteln, durchatmen. Und treffen. Tim Jedvaj patzte, Cyrill Akono nahm das Leder auf und schob es an Özcan vorbei (32.). Wow! Rotzfrech dieser Bengel – wie die Preußen. Flottes Spielchen bis dahin nach der wahrlich überschaubaren Winterpause.

Bayer Leverkusen - Preußen Münster 4:2

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    Zwei Mal gingen die Preußen im Testspiel gegen Bayer Leverkusen in Führung.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Doch der Bundesligist schlug zurück.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Am Ende siegte das von Peter Bosz geführte Team mit 4:2.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Die Münsteraner legten aber einen Auftritt hin, der sich sehen lassen konnte.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Nur eine Momentaufnahme: Leverkusen am Boden, Münster obenauf

    Foto: Sebastian Sanders
  • Die SCP-Treffer wurden trotzdem ausgiebig bejubelt.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Sehen Sie im Folgenden weitere Bilder des Testspiels Bayer Leverkusen - Preußen Münster

    Foto: Sebastian Sanders
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Dass Münster denn doch mit einem Rückstand in den Kabinen verschwand, war Paulinho geschuldet, der in der 42. Minute die gesamte Abwehr des SCP einschließlich Schnapper Schnitzler narrte. Und dann haute Thelin noch einen raus. Aus 25 Metern. In den Knick. Traumtor. Pause.

Unverändert schickte Antwerpen seine Garde wieder aufs Feld. Erst nach 57 Minuten brachte er Sandrino Braun für den enttäuschenden Rufat Dadashov. So richtig Fahrt nahm das Spiel der Grün-Weißen nicht mehr auf. Bemüht ja, aber konsequent selten. Leverkusen machte jetzt ernst, erst Dominik Kohr (55.), dann der quirlige Alario (71.) hätten alles klarmachen müssen. Das war Paulinho vorbehalten, der von U-19-Mann Marco Wolf bedient wurde und zum Endstand traf. Am Samstag kommender Woche testen die Preußen in Billerbeck gegen Fortuna Köln (14 Uhr).

Am Samstag wird nochmals trainiert, ehe es am Sonntag geschlossen zur Jahreshauptversammlung in die Mensa am Coesfelder Kreuz geht.

Bayer Leverkusen: Özcan (46. Kirschbaum) – Weiser, Jedvaj, Dragovic, Bednarczyk – Baumgartlinger – Kohr, Schreck (71. Wolf) – Thelin, Alario, Paulinho

Preußen Münster: Schnitzler – Schweers, Kittner, Scherder – Menig, Klingenburg, Rodrigues Pires, Heidemann – Hoffmann (70. Müller), Dadashov (57. Braun), Akono (70. Heinrich)

Gute Noten für Preußen-Duo

Doppelpack für den SC Preußen. In der Rangliste des deutschen Fußballs, die das „Kicker-Sportmagazin“ in seiner Donnerstagsausgabe veröffentlichte, wurden René Klingenburg und Martin Kobylanski im Bereich der 3. Liga als „herausragend“ bei den offensiven Mittelfeldspielern eingestuft. – Als einzige in dieser Ru­brik. Im Blickfeld bei den Stürmern landete zudem Rufat Dadashov.

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