Futsal: Regionalliga Ronaldo Milani löst Henrique Mota beim UFC Münster als Trainer ab

Münster -

Auf der Suche nach einem externen Coach ist der UFC Münster ein zweites Mal in Brasilien fündig geworden. Nach Klebber Maciel übernimmt nun Ronaldo Milani aus Sao Paulo die sportliche Verantwortung in der Regionalliga, die für ihn kein Neuland ist.

Von Henner Henning
Im Sommer übernahm Henrique Mota (l.) als Spielertrainer vorübergehend das Coaching beim UFC, der ab sofort vom Brasilianer Ronaldo Milani als hauptamtlicher Trainer betreut wird.
Im Sommer übernahm Henrique Mota (l.) als Spielertrainer vorübergehend das Coaching beim UFC, der ab sofort vom Brasilianer Ronaldo Milani als hauptamtlicher Trainer betreut wird. Foto: UFC

Ein Trainerwechsel nach einem Drittel der Saison spricht meist dafür, dass die sportliche Leistungen nicht mit den Vorstellungen übereinstimmen. Und sicherlich sorgt die Ausbeute des UFC Münster mit acht Zählern aus sechs Partien in der Futsal-Regionalliga nicht gerade für eine ausgelassene Stimmung am Horstmarer Landweg, ein wenig mehr dürfte es schon sein. Doch die Ablösung von Spielertrainer Henrique Mota steht nicht im direkten Zusammenhang mit dem bisherigen Auftreten, schon im Sommer war klar, dass der UFC langfristig auf einen externen Coach setzt. Diesen hat er nun gefunden: Ronaldo Milani heißt der neue Mann, der Münsters Futsaler in ihrer Entwicklung voranbringen soll.

Im Sommer 2017 hatte der UFC erstmals das Experiment gewagt, einen hauptamtlichen Trainer aus dem Ausland zu installieren. Doch nach einem Jahr hatte sich der Brasilianer Klebber Maciel wieder in seine Heimat verabschiedet, zu sehr wich die Realität von seiner Idealvorstellung ab. Futsal in Brasilien ist eine ganz andere Nummer als in Deutschland, wo die offizielle Hallenfußball-Variante der Fifa noch in der Frühphase der Professionalisierung steckt.

Anders als Klebber aber weiß Milani nur zu gut, auf was er sich einlässt. Der 35 Jahre alte Brasilianer kann auf Deutschland-Erfahrung zurückgreifen, von 2010 bis 2012 trainierte er den damaligen Regionalligisten Bayer Uerdingen. „Ronaldo kennt sich aus, ist der deutschen Sprache mächtig und weiß, was ihn erwartet. Den großen Schock wird er sicherlich nicht bekommen“, sagt Clubchef Georg von Coelln, der mit der Verpflichtung Milanis den angestrebten Prozess fortsetzen will. Denn das Ziel des UFC ist weiterhin, in der für 2020 geplanten Bundesliga als Gründungsmitglied dabei zu sein. „Dafür brauchen wir einen externen Trainer, der unseren jungen Spielern neuen Input gibt. Und das wird Ronaldo können, er ist ein absoluter Fachmann. Es freut mich, dass wir ihn bekommen haben“, sagt von Coelln.

Den Kontakt zu Milani, der zuletzt wieder in seiner Heimat arbeitete, stellte Mota her, der damals in Uerdingen unter Coach Milani spielte. „Wir stehen als Mannschaft nicht da, wo wir stehen wollen und können. Es ist uns zwar gelungen, talentierte neue Spieler zu gewinnen. Nun gilt es, sie weiter einzubinden und anzuleiten, dass wir schnellstmöglich wieder oben mitspielen können. Dieser Prozess nimmt Zeit in Anspruch, der mit einer Spielertrainer-Lösung nur eingeschränkt vorangetrieben werden kann. Dies wollen wir nun mit Ronaldo fortführen“, erklärt Mota, der sich nun wieder auf seinen Job als Futsaler konzentrieren kann.

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