Volleyball: Frauen-Bundesliga Personelle Probleme: Der USC Münster reist ohne ein Trio zu Meister Schwerin

Münster -

Die ersten beiden Spieltage der Bundesliga-Saison 2018/19 haben es für den USC Münster mal so richtig in sich. Auf das Gastspiel von Pokalsieger Dresden (1:3) folgt nun für die Unabhängigen die Reise zum Meister Schwerin – und das ohne ein Trio, das dem Trainer Teun Buijs fehlt.

Von Henner Henning
Einer von drei Ausfällen beim USC: Juliet Lohuis ist krank und verpasst damit die Auswärtsspiele in Schwerin und in Berlin – wie auch die verletzte Lena Vedder. Bei Teresa Mersmann besteht noch die Hoffnung, dass sie in der Hauptstadt mitwirken kann.
Einer von drei Ausfällen beim USC: Juliet Lohuis ist krank und verpasst damit die Auswärtsspiele in Schwerin und in Berlin – wie auch die verletzte Lena Vedder. Bei Teresa Mersmann besteht noch die Hoffnung, dass sie in der Hauptstadt mitwirken kann. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Kontrast, den das happige Auftaktprogramm mit vier Spielen binnen zehn Tagen liefert, könnte für den USC Münster kaum größer sein. Auf den Bundesliga-Start gegen den Pokalsieger Dresdner SC (1:3) folgte das Pokal-Achtelfinale beim Zweitligisten VV Grimma (3:0), nun stehen den Unabhängigen innerhalb von 48 Stunden mit den Gastspielen beim Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin am Mittwoch (18.30 Uhr, live bei Sport 1) und am Freitag (18 Uhr) beim VCO Berlin wieder höchstunterschiedliche Aufgaben bevor.

Als wäre der Auftritt des USC in Schwerin nicht schon an sich eine große Herausforderung, erwischte die Mannschaft von Trainer Teun Buijs auch noch das Pech. Bei Juliet Lohuis fordert der Körper nach der anstrengenden Weltmeisterschaft in Japan eine Auszeit, die niederländische Mittelblockerin fällt krank aus. Gleiches gilt für Teresa Mersmann, bei der noch die Hoffnung besteht, am Donnerstag zumindest nach Berlin nachzureisen.

Vedder im Training umgeknickt

Und da wäre dann noch Lena Vedder, die gerade erst nach ihrem Kreuzbandriss das Comeback in der Bundesliga gefeiert hat. Im Training knickte sie bei einer Angriffsübung um – das definitive Aus für die Auswärtstour in den Osten der Republik. „Wir wissen noch nicht, wie schwer die Verletzung ist und hoffen, dass Lena nicht allzu lange fehlt“, sagt Buijs, der am Dienstagmittag mit seiner nun noch zehnköpfigen Mannschaft gen Schwerin aufbrach. „Die Ausfälle machen die Aufgabe natürlich nicht leichter.“

Der USC war auch ohne das fehlende Trio schon in der Rolle des Außenseiters, der Gastgeber und Münsters kommender Pokal-Gegner – Schwerin gastiert am 24. November zum Viertelfinale am Berg Fidel – ist exzellent in die Saison gestartet. Drei Siege in drei verschiedenen Wettbewerben (3:1 im Supercup gegen Dresden, 3:0 in der Liga in Straubing, 3:0 im Pokal gegen Vilsbiburg) geben dem von Trainer Felix Koslowski betreuten Starensemble noch mehr Selbstvertrauen, als es ohnehin schon hat.

Fromm wieder weg, Sakamoto dafür da

Zwar verabschiedete sich nach ihrem Kurzgastspiel in Schwerin Maren Fromm, dafür aber kehrt die zuletzt verletzte Greta Szakmary zurück. Zudem verstärkt Nanaka Sakamoto – die 22-jährige Japanerin kommt vom Team Denso Airybees – als vierte Angreiferin den SSC-Kader.

„Schwerin ist momentan die beste Mannschaft Deutschlands“, sagt Buijs und zollt dem Tilteverteidiger Respekt – ohne dabei aber in Ehrfurcht zu erstarren. „Wir werden versuchen, alles herauszuholen, müssen dafür in allen Bereichen funktionieren. In den Sätzen drei und vier gegen Dresden waren wir gut unterwegs. Mal sehen, wie es uns in Schwerin gelingt. Im Training klappt es ganz gut, im Spiel aber sind, gerade gegen den SSC, die Schnelligkeit und das Niveau noch einmal deutlich höher.“

Ohne Druck

Druck, so viel ist sicher, hat der USC in Mecklenburg-Vorpommern keinen, niemand erwartet einen Sieg der Unabhängigen. Dies aber wird sich schnell wieder ändern, dafür sorgt der Kon­trast des Startprogramms.

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