Fußball: Landesliga Zweistelliges Ergebnis für Kinderhaus wäre gegen VfB Hüls möglich gewesen

Münster -

Westfalia Kinderhaus legte sich den Gegner erst passend zurecht, um ihn dann im zweiten Durchgang nach allen regeln der Fußball-Kunst zu zerlegen. Mit 9:0 gewann Kinderhaus gegen den VfB Hüls – und präsentierte dabei acht verschiedene Torschützen.

Von Jürgen Beckgerd
Zwei von neun Toren gehen auf das Konto von Mike Liszka.
Zwei von neun Toren gehen auf das Konto von Mike Liszka. Foto: wh

Marcel Pielage wollte es nicht übertreiben, dafür waren die Ergebnisse der vergangenen Woche für Aufsteiger Westfalia Kinderhaus in Gänze nicht unbedingt zufriedenstellend.

Nun wartete der VfB Hüls – einst Regionalliga-Meister und auf dem Trainerstuhl mit Olaf Thon, Hermann Erlhoff, Ingo Anderbrügge und Klaus Täuber schon mal ausgesprochen prominent besetzt – auf die nach Landesliga-Konstanz lechzende Westfalia. Der Glanz des VfB ist längst verblasst – und der Respekt vor großen Namen auf Kinderhauser Seite ebenfalls. Beides spiegelte sich im Ergebnis wider: Mit 9:0 gewannen die Münsteraner – auch ein zweistelliges Ergebnis wäre möglich gewesen. Aber davon wollte Pielage partout nichts wissen: „Vielleicht wären die Leistungen zuvor dadurch nur schöngeredet worden. Es ist gut so,“ sagte der Coach nach dem Torfestival auf der Großen Wiese.

Kleinmütig wollte Pielage dann aber auch nicht erscheinen, der Trainer wusste sehr wohl um den außerordentlich starken Auftritt seiner Jungs und sprach hernach von „einer überragenden Mannschaftsleistung“.

Die spiegelte sich natürlich in den neun Toren wider, aber auch in der Tatsache, dass dabei acht verschiedene Torschützen aufgezählt wurden. „Das war eine Top-Leistung, wir mussten viel investieren, um uns den Gegner dann entsprechend zurecht zu legen“, schilderte Pielage.

Kinderhaus brauchte knapp eine halbe Stunde, um die Weichen zu stellen. Nick Rensing (28.) besorgte das mit dem 1:0, ehe Simon Winter auf 2:0 (36.) stellte und für eine beruhigende Pausenführung sorgte. Dass es danach eine offensiv berauschende Vorstellung wurde, lag natürlich an den Torschützen Mike Liszka (49. und 87.), Gerrit Göcking (71.), Moritz Knemeyer (74.), Dzan-Laurin Alic (76.), Leon Niehues (79.) und Jonas Kreutzer (81.), aber auch an der nun erdrückenden Spielweise der Gastgeber. „Nach dem 4:0 hat Hüls nicht mehr die Wege gemacht, wie zuvor“, schilderte Pielage und meinte: Die Gegenwehr des VfB hatte ab der 70. Spielminute aufgehört zu funktionieren.

Westfalia: Steinke – Wassmann (Baumann), Göcking, Schwinn – Alic, Rensing (Niehues), Winter – Behrens, Knemeyer (Gogoll) – Liszka, Kreutzer

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